Fondsmanager setzt auf Solarworld, Mobilcom und Pfeiffer Vacuum
UBS hat Erfolg mit deutschen Tech-Aktien

Tech-Aktien sind wieder spannend. Den Beleg dafür bietet ein Fonds von UBS: der European Small Technology. Er kam, wie viele andere Fonds, mit Aktien aus dem Technologiebereich Anfang 2000 auf den Markt - kurz bevor die Kursblase bei den heiß gelaufenen Aktien in diesem Bereich platzte.

HAMBURG. Auch die UBS-Kunden mussten herbe Verluste von mehr als 90 Prozent verkraften. Anders als viele Konkurrenzprodukte, die wegen stark schrumpfender Volumina mittlerweile geschlossen wurden, konnte sich der UBS-Fonds jedoch Markt behaupten. Und nun belegt er im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von Feri Rating & Research mit einem Plus von 26,67 Prozent den Spitzenplatz (Tabelle).

"Unsere Positionen im weltweit stark wachsenden Photovoltaik-Markt haben besonders zum guten Ergebnis beigetragen, ebenso unsere Engagements im Biotech-Sektor", sagt Fondsmanager Frank Elze. Er hat unter anderem in das dänische Biotech-Unternehmen Genmab investiert. Günstig habe sich aber auch der ausschließlich auf europäische Nebenwerten gerichtete Anlagefokus ausgewirkt: "Die großen Standardwerte im Technologiesektor haben sich in diesem Jahr nicht so gut entwickelt wie die Titel aus der zweiten Reihe", erläutert Elze. Zudem hätten sich insbesondere deutsche Nebenwerte aus diesem Sektor im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich gut entwickelt. Insgesamt hält Elze derzeit 78 Prozent des Portfolios in deutschen Titeln, prominent vertreten sind unter anderem Solarworld, Mobilcom und Pfeiffer Vacuum.

Eine komplett andere Portfoliostruktur mit einer Deutschland-Gewichtung von lediglich einem Prozent weist dagegen der Vitruvius-Fonds Growth Opportunities Portfolio auf, der von der New Yorker Vermögensverwaltung Galleon Management beraten wird.

Das Anlageuniversum des von Belgrave Capital Management in London aufgelegten Fonds umfasst den weltweiten Technologiesektor und ist zudem nicht auf gering kapitalisierte Unternehmen beschränkt. Mit diesem breiter gefassten Ansatz waren die Fondsberater in den vergangenen zwölf Monaten ähnlich erfolgreich wie UBS-Manager Elze und erwirtschafteten mit einem Wertzuwachs von 20,65 Prozent das zweitbeste Ergebnis unter den bei Feri gelisteten Technologiefonds.

Anders als beim UBS-Fonds gehören Biotech-Firmen jedoch nicht zum Anlageuniversum des ebenfalls im März 2000 aufgelegten Fonds, der aktuell jeweils rund zwölf Prozent des Portfolios in den Bereichen Software, Computer, Halbleiter und Telekommunikation hält. Auf regionaler Ebene bevorzugen die New Yorker Berater derzeit US-Titel, in denen zwei Drittel des Fondsvermögens investiert sind.

Autorin: C. Lindenberg, Der Fonds

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