Fonds + ETF
Fondsprofis: Inflationsangst schwindet

Internationale Vermögensverwalter sorgen sich nicht mehr um Inflation. Folglich rechnen auch deutlich weniger Fondsmanager mit steigenden Leitzinsen. Das ergibt die monatliche Umfrage der US-Investmentbank Merrill Lynch unter mehr als 300 Fondsmanagern.

rez FRANKFURT/M. „In nur einem Monat sind die Inflationssorgen der vergangenen zweieinhalb Jahre verflogen“, sagt David Bowers, Chef-Investmentstratege bei Merrill Lynch. Noch im April hatten 70 Prozent der Befragten erwartet, dass die globale Kern-Inflationsrate in den kommenden zwölf Monaten steigen würde. Jetzt meint dies nur noch knapp die Hälfte. Als Gründe für diese Kehrtwende nennt Merrill Lynch die pessimistischere Einschätzung der weltweiten Wachstumsaussichten, die Entwicklung der Rohstoffpreise sowie die weiter sinkenden Renditen bei Anleihen. Inzwischen rechnen 57 Prozent der Befragten damit, dass sich das globale Wachstum in den nächsten zwölf Monaten weiter abschwächt. Im März glaubte dies nur ein Drittel. Auch wenn Rohstoffe trotz der Wachstumsschwäche noch teuer sind, erwarten 40 Prozent der Fondsprofis, dass die Preise bis Anfang 2006 sinken werden.

In der Folge sehen nur noch zwei Drittel der Befragten die kurzfristigen Zinsen steigen, nach 92 Prozent im April. Ein wachstumsneutraler US-Leitzins liegt für sie niedriger als im Mai bei 3,75 Prozent.

Auf die Anlagestrategien der Profis haben die neuen Erkenntnisse allerdings bislang wenig Auswirkungen. Weiterhin gewichten die Fondsmanager Aktien über und halten Anleihen für teuer. Regional ziehen sie Europa, Japan und die Schwellenländer den USA vor. Zu den favorisierten Sektoren zählen Pharma, Energie und Telekom.

Mit Blick auf Währungen gestehen die Vermögensverwalter dem Euro am ehesten Abwertungspotenzial zu, dem Yen hingegen Aufwertungschancen.

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