Fondsranking
Computermodell bremst Absturz von Japan-Fonds

Es gibt Fondskategorien, in denen sich Produkte mit Volumina im zweistelligen Milliardenbereich befinden. Es gibt aber auch Anlagegruppen, in denen etliche Fonds lediglich zweistellige Millionenbeträge verwalten. Zu Letzteren gehört beispielsweise die Kategorie "Nebenwerte Japan". Deren Talfahrt halten Experten für beendet.

HAMBURG. Der Axa Rosenberg Japan Small Cap Alpha zählt in dieser 33 Fonds umfassenden Gruppe mit einem Volumen von 1,3 Mrd. Euro bereits zu den Schwergewichten.

Der Fonds gehört nicht nur zu den größten, sondern schon seit längerem auch zu den erfolgreichsten Produkten seiner Vergleichsgruppe. Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von Feri Rating & Research belegt er mit einem vergleichsweise moderaten Minus von 15,06 Prozent einen respektablen achten Platz (Tabelle). Wie bei allen von Axa Rosenberg verwalteten Produkten üblich, wird auch dieser Fonds ausschließlich nach quantitativen Kriterien gemanagt. Da die Titelauswahl anhand eines Computermodells erfolgt, kann Fondsmanager Agustin Sevilla problemlos über 350 Aktien ins Depot nehmen, ohne mit der laufenden Überwachung sämtlicher Einzeltitel überfordert zu sein.

Auf ein weitaus überschaubareres Portfolio von rund 60 Aktien setzt dagegen Osumu Tokuno. Er managt den Invesco Nippon Small/Mid Cap Equity, dessen Yen-Tranche allein 344 Mill. Euro auf die Waage bringt und damit ebenfalls zu den Schwergewichten gehört. Trotz seines Volumens enttäuschte der Fonds in jüngster Zeit jedoch: So rangieren die Yen- und die Dollarversion des Fonds mit einem Minus von 27,94 ( 29,42) Prozent am Tabellenende.

Auch der Februar verlief mit einem Minus von mehr als vier Prozent schlechter als für das Axa-Produkt, das im selben Monat ein Plus von vier Prozent verbuchte. "Allein am 27. und 28. Februar rutschte der Fonds angesichts des in China ausgelösten Kursrutsches um 3,77 Prozent ins Minus", sagt Tokuno. Für die kommenden Monate gibt sich der Invesco-Manager jedoch zuversichtlich. "Die Talsohle dürfte erreicht sein, wir rechnen nun wieder mit anziehenden Kursen, insbesondere für Unternehmen, die von einer zunehmenden Inlandsnachfrage profitieren", sagt Tokuno.

Ähnlich zuversichtlich äußert sich Thomas Portig. "Vieles spricht dafür, dass sich die Chancen im Vergleich zu den Risiken für diesen zuletzt angeschlagenen Markt deutlich verbessert haben", sagt der Leiter des Fondsanalyse-Teams von H.C.M. Capital Management in München. Er gibt dem Axa Rosenberg-Produkt klar den Vorzug vor dem Konkurrenten aus dem Hause Invesco.

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