Fondsranking: Dachfonds-Manager lassen Renten links liegen

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Dachfonds-Manager lassen Renten links liegen

Für Christoph Metz fällt die Erfolgsbilanz des vergangenen Jahres durchwachsen aus. Zwar belegte der von Metz betreute Dit-Allianz Horizont 9+ in der Kategorie der überwiegend in Aktienfonds investierenden Dachfonds mit einem Wertzuwachs von 14,56 Prozent unter 54 Fonds den ersten Platz (Tabelle). Weitaus schlechter schnitt dagegen der Schwesterfonds Dit-Allianz Horizont 10+ ab, der 2006 lediglich 2,42 Prozent zulegte und damit auf einem enttäuschenden 51. Platz landete.

HAMBURG. Der Fondsmanager begründet die Unterschiede mit den Anlageschwerpunkten. "Der Horizont 9+ investiert ausschließlich in Europa und profitierte damit von der sehr guten Entwicklung dieser Märkte", sagt der Fondsmanager. Der Horizont 10+ sei dagegen als weltweit anlegender Fonds konzipiert und habe sich daher schwächeren Märkten nicht entziehen können. "Insbesondere Japan, das wir aktuell mit neun Prozent gewichten, hat sich als Enttäuschung erwiesen", so Metz weiter.

Anders als beim Horizont 9+, der ausschließlich in europäische Regionen- und Länderfonds investiert, kann Metz beim Schwesterprodukt auch gezielt Sektorfonds kaufen und damit bestimmte Branchentrends spielen. "Im vergangenen Jahr ging unsere Wette auf den Pharmasektor allerdings nicht auf", gibt er zu. Metz sieht aber gute Chancen, dass der Horizont 10+ im laufenden Jahr wieder Boden gutmacht und seine Wertentwicklung sich der des Horizont 9+ annähert oder diese sogar überholt.



"Japan hat in diesem Jahr einiges an Potenzial, zudem erwarte ich für Europa ein etwas schwächeres Kurswachstum als 2006", sagt der Anlageexperte. An der hohen Aktiengewichtung von 90 Prozent will er in beiden Fonds vorerst festhalten. Nahezu ebenso hoch ist die Aktienquote derzeit im Top Ten Classic, der mit einem Wertzuwachs von 13,22 Prozent das zweitbeste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe erzielte.

Max Zellhuber, Berater des bei Oppenheim Pramerica aufgelegten Fonds, plant derzeit ebenfalls keine gravierenden Änderungen bei der Gewichtung von Aktien und Renten. Anders als Metz ist der Berater der Nürnberger Vermögensverwaltung Top Ten AG nicht auf konzerneigene Fonds beschränkt. Zudem kann er die Aktienquote in schlechten Börsenzeiten auch komplett auf Null herunterfahren, während Metz diese Anlageklasse stets mit mindestens 75 Prozent gewichten muss.

Anders als beim Horizont 10+ erwies sich die globale Ausrichtung des Top Ten Classic nicht als Hindernis für eine überdurchschnittliche Wertentwicklung. Zellhuber führt dies vor allem auf die Übergewichtung Europas und der Schwellenländer bei gleichzeitiger Untergewichtung der USA zurück.

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