Fondsranking
ING übernimmt Führung bei Telemedien-Fonds

Für Philippe Verstraet und Hubert Decock von der niederländischen Fondsgesellschaft ING Investment Management läuft es bestens: Seit Monaten gehören die von ihnen gemanagten Telemedienfonds ING Invest Telecom und ING Invest European Telecom in den Auswertungen der Bad Homburger Analyseagentur Feri zu den Top Ten unter den 31 Branchenfonds mit diesem Anlageschwerpunkt.

HAMBURG. Zum Stichtag 31. Januar gelang es dem ING European Telecom mit einer Wertentwicklung von 31,59 Prozent sogar, den lange Zeit dominierenden Spitzenreiter Fidelity Telecommunications im Zwölf-Monats-Vergleich vom Spitzenplatz zu verdrängen (Tabelle). Der Schwerpunkt von Fidelity-Manager Teera Chanpongsang auf Schwellenländern machte sich zuletzt nicht bezahlt; der Fonds rutschte auf Rang neun ab.

Obwohl sie mit der Konzentration auf europäische Telemedien-Aktien in der Vergangenheit sehr gut gefahren sind, sehen Verstraet und Decock diesen Markt mittlerweile eher skeptisch. "Das Branchenwachstum in Europa wird sich angesichts einer steigenden Marktsättigung im Mobilfunkmarkt abschwächen", sagt Verstraet. Regional bevorzugt er beim ING Invest European Telecom derzeit Unternehmen aus wachstumsstarken Märkten wie Spanien und Großbritannien, die auch im global ausgerichteten Schwesterfonds mit zehn bzw. 15 Prozent zu den größten Ländern gehören. Auch bei den Top-Positionen gibt es mit der spanischen Telefonica, Vodafone, der British Telecom Group und Telenor einige Überschneidungen.

Mit Ausnahme Telenors gehören diese Unternehmen ebenfalls zu den Top Ten im Portfolio des Robeco Telecom Services Equities, der mit einem Zuwachs von 25,96 Prozent Rang sechs belegt. Bei der regionalen Gewichtung fährt Robeco-Manager Bruno Lippens jedoch eine andere Strategie als seine Konkurrenten von ING. Während die ING-Experten in ihrem globalen Fonds europäische Aktien mit 35 Prozent und damit gegenüber ihrem Vergleichsindex leicht untergewichtet halten, sind es beim Robeco-Produkt fast 50 Prozent. Gegenüber seinem Vergleichsindex MSCI 10/40 Telecom ist aber auch Lippens in der Region leicht untergewichtet und setzt bevorzugt auf kleinere Unternehmen wie die schwedischen Gesellschaft Tele2 oder Fastweb aus Italien.

Firmen, die wie Telenor erfolgreich in Schwellenländern agieren, räumt Lippens ebenfalls hohes Potenzial ein. Während er die vorsichtige Einschätzung des europäischen Marktes mit den ING-Managern teilt, sieht Lippens die Perspektiven in den Schwellenländern deutlich positiver. Erste Sättigungstendenzen, wie sie Verstraet und Decock diesem Markt bescheinigen, vermag er noch nicht zu erkennen.

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