Fondsrating
Cominvest-Stiftungsfonds hängt die Konkurrenz ab

Das Fondsangebot in Deutschland ist üppig: Rund 3 000 Publikumsfonds listet der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in seiner Statistik. Äußerst übersichtlich gestaltet sich die Suche jedoch für Privatanleger, die in so genannte Stiftungsfonds investieren wollen.

HAMBURG. Laut BVI gibt es hier zu Lande lediglich 13 Produkte dieser Bauart, die vorwiegend der Verwaltung von Stiftungsgeldern dienen und zumeist als konservative Mischfonds konzipiert sind.

Den Vergleich mit klassischen Mischfonds dieser Risikoklasse braucht so manches Stiftungs-Produkt nicht zu scheuen: So ist der Cominvest TAARA-Stiftungsfonds mit einem Zwölf-Monats-Wertzuwachs von 9,30 Prozent derzeit Klassensieger unter 113 bei Feri Rating & Research gelisteten Mischfonds mit konservativer Ausrichtung (Tabelle). Der Produktverantwortliche für den Cominvest-Fonds, Werner Koch, nimmt die Gewichtung von Aktien und Renten anhand des quantitativen Trendfolgemodells Taktische Asset Allokation Renten Aktien (TAARA) vor.

"Die Aktien- und Rentenquote des Fonds wird anhand des TAARA-Modells wöchentlich überprüft, je nach Marktlage auch täglich", sagt Koch, der die Aktienquote bei einem positiven Marktsignal des TAARA-Modells bei 20 Prozent hält. Gibt das quantitative Modell hingegen ein positives Rentensignal, löst er das Aktienengagement komplett zu Gunsten von Rentenpapieren auf. Das war in jüngster Zeit jedoch selten der Fall: "Mit Ausnahme der Monate April bis Juli war der Fonds seit Jahresbeginn durchweg zu 20 Prozent in Aktien investiert", erklärt Koch. Privatanleger, die mit ihm auf das TAARA-Modell setzen wollen, können bereits mit einem Fondsanteil auf die seit Mai dieses Jahres für sie angebotene Anteilsklasse setzen, die unter dem Namen Adig TAARA-Stiftungsfonds firmiert.

Mit 25 000 Euro liegt die Mindestanlagesumme beim Deka-Stiftungen Balance deutlich höher. Auch dieser Fonds schnitt mit einem Wertzuwachs von 5,45 Prozent überdurchschnittlich gut ab und belegt derzeit Rang sechs seiner Vergleichsgruppe. Wie Koch greift auch Deka-Manager Thorsten Rühl auf ein quantitatives Modell zurück, das die Gewichtung von Aktien und Renten vorgibt.

Allerdings darf Rühl bis zu 30 Prozent des Portfolios in Aktien halten. "Diesen Spielraum haben wir in den letzten Monaten zumeist voll ausgenutzt", erläutert der Deka-Manager, der an dieser Gewichtung vorerst festhalten will. Auch auf der Rentenseite hat Rühl mehr Freiheiten als der Cominvest-Manager: So kann er auch Rentenpapiere außerhalb der Euro-Zone kaufen. Von dieser Möglichkeit macht er derzeit rege Gebrauch: "Aktuell halten wir 18 Prozent des Portfolios in US-Anleihen, 10 Prozent sind in britischen Renten investiert."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%