Fondsschließungen
Fondsschließungen: Was Anleger tun können

Bei deutschen Fondsgesellschaften stehen Hunderte Fonds auf der Streichliste. Ein Teil der Produkte wird mit anderen fusioniert, andere werden kurzerhand geschlossen. Welche Variante die Fondsgesellschaften wählen, macht für Anleger einen bedeutenden Unterschied.

FRANKFURT. Die Krise beschert Fondsinvestoren mehr als Verluste. Aus ihren Depots verschwinden - wenn sie Pech haben - gleich ganze Fonds.

Viele Anbieter von Investmentfonds müssen wegen gesunkener verwalteter Vermögen Kosten sparen und schließen daher Produkte. Unter den großen Anbietern hierzulande haben die Allianz-Tochter Allianz Global Investors (AGI) und die Deutsche-Bank-Tochter DWS kürzlich angekündigt, demnächst je 100 Fonds von ihrer Palette zu streichen (siehe "Aufräumarbeiten"). Insgesamt rechnen Fondsexperten wie Rüdiger Sälzle vom Münchener Fondsanalysehaus Fonds Consult damit, dass in den nächsten 24 Monaten bis zu 900 der gut 6 000 Publikumsfonds für Privatanleger verschwinden werden. Wer sein Geld in ein solches Auslaufmodell investiert hat, hat nur wenig Wahlmöglichkeiten.

Entscheidend für Anleger ist, wie eine Gesellschaft den Fonds schließt. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: die Fusion mit einem anderen Produkt oder die Auflösung. "Der elegantere Weg ist die Fusion", sagt Sven Zeller, Partner bei der Anwaltskanzlei Clifford Chance, die Fondsgesellschaften berät. Jeder Anbieter versuche, Produkte mit ähnlichen Strategien zu verschmelzen, sagt er.

Unisono kündigen AGI und DWS dies bei der aktuellen Produktpaletten-Kürzung an: "So es irgend geht, werden wir Fonds fusionieren", sagen Sprecher beider Häuser. Dieser relativ geräuscharme Prozess bietet Anbietern wie Anlegern Vorteile. Das Kapital eines zu schließenden Fonds kann unter bestimmten Voraussetzungen schlicht auf ein anderes Produkt übertragen werden. Das Geld bleibt damit - wenn der Anleger nicht interveniert - bei der Fondsgesellschaft. Für Investoren fallen bei einem solchen Übertrag keine Steuern (und natürlich keine Gebühren) an.

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