Fondsvergleich
Absolute-Return-Fonds: Gewinn fällt gering aus

Absolute-Return-Fonds haben den Börsenaufschwung der vergangenen Wochen verpasst.

FRANKFURT. Ein Großteil der Absolute-Return-Fonds in der Feri-Fondstabelle weist für den vergangenen Mai keine positive Wertentwicklung aus. Dabei gewinnen die weltweiten Aktienindizes wieder: In den USA stieg der Dow-Jones-Industrial-Index innerhalb der ersten Mai-Woche um rund vier Prozent. Der Euro-Stoxx-50 legte Mitte Mai in einer Woche rund sechs Prozent zu.

Kurzfristig ging die dynamische Strategie absoluter Gewinne nicht auf - langfristig allerdings schnitt sie besser ab als reine Aktienfonds. In den vergangenen zwölf Monaten verloren die Absolute-Return-Fonds durchschnittlich knapp zwei Prozent an Wert.

Grund für die großen Performance-Differenzen sind die verschiedenen Strategien der Fondsmanager. Denn sie dürfen zwar auf alle Anlageklassen setzen, tun dies jedoch nicht immer. Einige legen nur in bestimmte Klassen an, andere folgen einer Benchmark oder akzeptieren auch kleinere Verluste. Und nur wenige der in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Absolute-Return-Fonds erwirtschaften unabhängig von den Aktien-, Anleihen- und Währungsmärkten einen absoluten Gewinn.

Der erste Fonds in der Feri-Hitliste bescherte seinen Anlegern in den vergangenen zwölf Monaten einen Ertrag von rund 23 Prozent. Und in den vier Wochen des vergangenen Mai schafft der Pulse Invest Absolute MMT ein Plus von knapp neun Prozent. Aktuell hält der Fondsmanager 32 Prozent des Fondsvermögens (15 Mio. Euro) in Finanzaktien. Die italienische Unicredit, die Banco Popolare, die belgisch-niederländische Fortis und die österreichische Erste Bank Gruppe stellen mit jeweils rund vier Prozent den größten Anteil im Fonds.

Ganz auf Staats- und Unternehmensanleihen dagegen setzt der Threadneedle Target-Return-Gross-Fonds. Er steht mit einem Zwölf-Monats-Ertrag von knapp elf Prozent noch in den Top-10 der Fondsliste. Mehr als die Hälfte der Fondsvermögens liegt in Staatsanleihen und wertgesicherten Scheinen. Aber an den Rentenmärkten war das Interesse an risikoreicheren Papieren größer, begründet der Fondsmanager Peter Allwright die mit 0,9 Prozent vergleichsweise schlechte Wertentwicklung der vergangenen Wochen. Seinen Vergleichsindex, den 3-Monats-Euribor, konnte er dennoch schlagen.

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