Fondsvergleich: Asiens Banken sorgen 2008 nur für ein kleines Plus
Aktienfonds auf die Pazifikregion fallen durch

Die Kreditvergabe in Asien stieg mit rund 16 Prozent im Jahr 2008 noch vergleichsweise stark. Aktienfonds auf den pazifischen Raum ohne Japan allerdings verzeichneten im vergangenen Jahr ausschließlich Verluste. Zwischen 29 und 69 Prozent verloren die Portfolios mit Aktien aus Thailand, Südkorea, Hongkong, Malaysia, Taiwan, Singapur und Australien.

FRANKFURT. "Während die Finanzkrise den Bankensektor in den Industrieländern empfindlich getroffen hat, verschlechterten sich die Kreditmarkt-Konditionen in asiatischen Schwellenländern nicht ganz so stark", sagt Matt Hildebrandt, Analyst von J.P. Morgan. Besonders in Südkorea, Singapur und Hongkong seien die Kapitalmärkte immer noch vergleichsweise liquide. "Allerdings wächst auch hier die Wirtschaft langsamer", sagt Hildebrandt. "Die Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen in der Region sinkt, einzig in Indien und Indonesien steigt sie noch."

Der Asia-Pacific-Growth&Income-Fund von Fidelity ist mit einem Jahresverlust von knapp 29 Prozent das beste Produkt in der Feri-Hitliste. Der Fonds gewichtet den Finanzsektor zu 22 Prozent deutlich über. Und so trugen besonders die Aktien der Wing-Lung-Bank positiv zur Wertentwicklung des Portfolios bei. Das Hongkonger Institut wurde im September 2008 von der China Merchants Bank für 4,7 Milliarden US-Dollar übernommen. Die Aktien gingen zum dreifachen ihres Kurses an das fünftgrößte chinesische Institut und notieren seit Mitte Januar 2009 nicht mehr im Freiverkehr der hiesigen Börse. Fondsmanager Kon Chung Lee setzt jetzt auch auf Immobiliengesellschaften aus Singapur: "Die Aktien bieten aktuell eine günstige Einstiegschance." Trotz des Aufwärtspotentials in ausgewählten Sektoren bleibt Lee mit knapp 20 Prozent Kassebestand jedoch weiterhin defensiv aufgestellt.

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