Fondsvergleich
Nur wenige Absolute-Return-Fonds halten ihr Versprechen

Jahr für Jahr positive Erträge - dieses Ziel haben die meisten in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Absolute-Return-Produkte klar verfehlt. Das Zwölf-Monats-Minus der 99 Angebote dieser Kategorie beträgt im Schnitt 6,5 Prozent. Ganz vorn in der Rangliste von Feri Rating & Research landen hoch spezialisierte Produkte.

HAMBURG. In der Spitzengruppe etwa finden sich gleich vier Fonds der französischen Gesellschaft Credit Agricole Asset Management. Genützt hat den Produkten der Dynarbitrage-Reihe ihre im Vergleich zu klassischen Absolute-Return-Fonds hohe Spezialisierung. Der vorn liegende Dynarbitrage Forex Asia Pacific ist genau wie der zweitplatzierte und Forex Plus ausschließlich an den Devisenmärkten aktiv. Zum ansehnlichen Plus des Erstplatzierten von 23,9 Prozent trug maßgeblich die Stärke des US-Dollar und des japanischen Yen bei.

"Im Fahrwasser des gegenüber dem kanadischen Dollar und gegenüber dem Euro gestiegenen Yen schnitten unsere Positionen zwischen den Währungsblöcken gut ab", erklärt Fondsmanager Philippe Jauer. Der Kommentar zeigt, dass es sich beim Forex Asia Pacific keineswegs um einen reinen Asien-Währungsfonds handelt, sondern um einen globalen Währungsfonds, der sowohl auf Trends zwischen einzelnen Währungsblöcken in Amerika, Asien und Europa setzt als auch auf Entwicklungen innerhalb dieser Blöcke.

Wesentlich schlechter erging es indes Managern, die auf klassische Absolute-Return-Strategien setzen. Der ausschließlich auf Anleihen fokussierte UBS Bond Fund Absolute Return, der angesichts einer hohe Gewichtung von Asset Backed Securities seit Monaten in der Tabelle weit hinten liegt, erlitt weitere Verluste. Mit einem Minus von knapp 37 Prozent über ein Jahr bis Ende November und gut 40 Prozent seit Auflage Ende April 2004 hat er sein Ziel dramatisch verfehlt. Anlass für die Schweizer Gesellschaft, die Reißleine zu ziehen und den Fonds am 9. Dezember in den Geldmarktfonds UBS Lux Money Market Funds zu überführen.

Ein ähnliches Schicksal könnte mittelfristig auch dem Schlusslicht der aktuellen Tabelle drohen: Der Allianz All Market Opportunities konnte Gelegenheiten an den Märkten nicht nutzen und verlor über ein Jahr über 40 Prozent an Wert. Fondsmanager Marcus Stahlhacke, der in erster Linie über Fonds auf Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe setzt und die Verluste in schwachen Marktphasen durch Umschichten in den Geldmarkt begrenzen will, schloss mit dem gerade 8,8 Mill. schweren Fonds damit fast nahtlos an die wenig rühmliche Geschichte des Vorgänger-Fonds Allianz-Dit Absolute Return Allocation Plus an, der im Oktober 2007 in Stahlhackes Fonds aufging: Schon das Management des von Fußball-Legende Günter Netzer mit riesigem Aufwand beworbenen und in der Spitze gemeinsam mit dem Schwesterfonds Absolute Return Allocation fast zwei Mrd. Euro schweren Fonds agierte ausgesprochen glücklos auf der Suche nach den richtigen Markttrends. "Dem Allianz All Markets liegt ein quantitatives Konzept zugrunde, mit dem wir eine Zielrendite anstreben, die mit einem doppelt gehebelten Aktienmarkt vergleichbar ist", erläutert Stahlhacke. Vor diesem Hintergrund habe sich der Fonds im Marktumfeld noch relativ gut behaupten können.

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