Fondsvergleich: Rohstofffonds: Vom Investment-Star zum Verlustbringer

Fondsvergleich
Rohstofffonds: Vom Investment-Star zum Verlustbringer

Die Hausse der Rohstoffpreise ist nach Ansicht der Fondsmanager von Blackrock nicht vorbei, sie ist nur unterbrochen. Das US-Investmenthaus ist bei deutschen Anlegern die erste Anlaufstelle für auf Rohstoffe ausgerichtete Aktienfonds. Blackrock steht mit gleich drei Produkten in der Hitliste der größten Branchenfonds von Feri Eurorating.

FRANKFURT. Im vergangenen Jahr waren Rohstofffonds zunächst noch die Stars der internationalen Börsen. Sie standen bei privaten und auch bei institutionellen Investoren hoch im Kurs und lieferten ihnen entsprechende Renditen. Doch der Kollaps des Ölpreises und auch Verluste der Edel- und Industriemetalle vermiesten denVermögensverwaltern in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres die bis dato exzellente Anlagebilanz. Laut Feri Eurorating kann keiner der Rohstoff-Riesen auf Zwölf-Monats-Sicht eine positive Wertentwicklung verbuchen.

Eine besonders schlechte Performance legte der World-Mining-Fonds von Blackrock hin. Der Klassiker der Rohstoffbranche hält derzeit die rote Laterne in der Performancetabelle. Der Fonds mit einem Anlagevolumen von 3,4 Mrd. Euro enttäuschte seine Anteilseigner: Er machte in den vergangenen zwölf Monaten knapp 62 Prozent Verlust.

Nicht viel besser lief der Global-Resources-Fonds von Barings. Besonders der seit Juli 2008 um drei Viertel gefallene Ölpreis macht Manager Jonathan Blake Sorgen. Er trennte sich daher zuletzt von einigen Ölaktien und gewichtet seitdem die Agrarbranche über. Statt Exxon, Chevron und ENI liegt jetzt der US-Lebensmittel-Verpacker Pactiv im Korb.

"Die Vorgehensweise der Opec belastet die Stimmung der Anleger", sagt Jonathan Blake. Die Organisation Erdöl exportierender Länder will das Ölangebot mittelfristig konstant halten. Zwar verringerte sie die Fördermenge im November 2008 um weitere 2,5 Mio.Barrel. Trotzdem sank der Preis für WTI-Öl im selben Monat um 18 Prozent.

Das Ölgeschäft ist nach Expertenmeinung vielmehr von der Nachfrage getrieben. Diese geht in Rezessionszeiten zurück. Erst wenn die Konjunktur in den Industrieländern wieder anspringt, kann auch der Ölpreis steigen. Selbst Optimisten rechnen damit allerdings frühestens im zweiten Halbjahr 2009. Dann sollen auch die Rohstofffonds wieder an Wert zulegen, glauben die Fondsmanager.

Investmentprofis, die nicht auf die Konjunkturwende warten wollen, setzen auf Ölförderer von Morgen. Diese sogenannten Explorer spüren neue Ölfelder auf. Deren Aktien sind ihrer Meinung nach bei hohem Verlustrisiko noch vergleichsweise günstig zu haben.

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