Fondsvergleich
Schroders profitiert von günstigen Kaufoptionen

Richard Lloyd dürfte mit der Platzierung des Schroder European Defensive im jüngsten Zwölfmonats-Vergleich der Analyseagentur Feri zufrieden sein: Mit einem Wertzuwachs von 13,31 Prozent liegt sein Fonds auf Platz eins von 113 Produkten der Kategorie "Mischfonds konservativ" (Tabelle).

HAMBURG. Der von der britischen Schroders-Gruppe aufgelegte Fonds wird nach einem für Mischfonds eher untypischen Ansatz verwaltet: So versucht Lloyd, den maximalen Kapitalverlust des Fonds pro Quartal auf fünf Prozent zu begrenzen. Um dies zu erreichen, richtet er das Portfolio jeweils zu Quartalsbeginn neu aus, indem er rund 94 Prozent des Fondsvermögens in kurzfristige Euro-Anleihen investiert. Der Rest fließt in Kaufoptionen auf Indizes der führenden europäischen Aktienmärkte. Deren Anteil am Portfolio variiert Lloyd dann im weiteren Verlauf des Quartals je nach Markteinschätzung.

Das gute Abschneiden seines Fonds führt Lloyd nicht nur auf die Rally an den europäischen Aktienmärkten zurück, sondern auch auf die Situation an den Optionsmärkten: "Die Kurse der Calls lagen in diesem Jahr auf einem historisch niedrigen Niveau, das hat zu einer sehr günstigen Hebelwirkung geführt." Deshalb sei der Fonds derzeit zu rund 70 Prozent am Aufschwung der europäischen Aktienmärkte beteiligt, deren Entwicklung der Schroders-Manager für die kommenden Monate weiter positiv beurteilt.

Anders als Lloyd investiert Steven Bleiberg nicht nur in Europa, sondern weltweit. Zudem verfolgt er mit seinem Citiselect Conservative Portfolio einen klassischen Mischfonds-Ansatz mit festen Ober- und Untergrenzen für Aktien und Renten. Laut Fondsprospekt liegt die Rentenquote bei mindestens 60 Prozent, als interne Richtschnur dient Bleiberg jedoch eine Rentenquote von 70 und eine Aktienquote von 30 Prozent. Letztere hat der Citigroup-Manager derzeit voll ausgereizt.

In den vergangenen zwölf Monaten erzielte die Dollar-Tranche des Fonds das beste Ergebnis unter den drei angebotenen Varianten, die sich lediglich in der Währung unterscheiden: Diese Version belegt mit einem Plus von 12,74 Prozent Platz zwei der Vergleichsgruppe, die in britischen Pfund notierte Tranche schaffte mit einem Wertzuwachs von 11,75 Prozent Rang drei. Die Euro-Variante dagegen litt in jüngster Zeit unter der schwächeren Währung und kommt mit einem Wertzuwachs von 8,19 Prozent auf Platz 29 von 113 Fonds. Bleibt Bleibergs Mischung in den kommenden Monaten ähnlich erfolgreich, könnte die Dollar-Version seines Fonds schon bald auf Platz eins der Vergleichsgruppe vorrücken: Feri will nämlich den Schroder European Defensive künftig in der Kategorie "Spezialitäten" führen. Der Fonds habe anfangs ein konservativen Mischfonds entsprechendes Risikoprofil gehabt und sei daher in dieser Kategorie gelistet worden. Dies treffe jedoch mittlerweile nicht mehr zu.

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