Fondsvergleich
Technologie-Fonds aus Asien haben die Nase vorn

JP Morgan erwartet 2006 ein Gewinnwachstum des Sektors von 50 Prozent.

HAMBURG. Gleich vier der fünf besten Technologie-Fonds im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich des Analysehauses Feri investieren ausschließlich in Asien. Mehr als ein leichtes Aufatmen dürfte dies bei den Anlegern der ersten Stunde jedoch nicht hervorrufen. Außer dem ACM The Asian Technology Fund kamen all diese Produkte auf dem Höhepunkt der Internet-Euphorie Ende der 90er-Jahre auf den Markt und liegen – verglichen mit ihrem Anfangswert immer noch deutlich im Minus.

Mit einem Wertverlust von 22 Prozent seit dem Start im Juni 2000 schneidet der JF Pacific Technology Fund von JP Morgan noch am besten ab. „Wir haben damals kaum Internet-Titel im Portfolio gehabt“, erklärt JP-Morgan-Manager Victor Lee das vergleichsweise gute Ergebnis während der Baisse von 2000 bis 2002. Allerdings hat der Fonds in den vergangenen drei Jahren mit einem durchschnittlichen Plus von 8,21 Prozent auch relativ schlecht abgeschnitten.

Lee setzt in seinem Portfolio auf Firmen mit überdurchschnittlichem Wachstum und vernünftiger Bewertung. Zu den größten Positionen gehören derzeit Samsung Electronics, Canon und Taiwan Semiconductor. Konservativ ist Lees Anlagestil jedoch nicht: „Wir haben keine Probleme damit, signifikant von unserem Vergleichsindex, dem MSCI Pacific Information Technology, abzuweichen“, erklärt er und gibt sich für die Zukunft sehr optimistisch: „2006 rechnen wir mit einem Gewinnwachstum von 50 Prozent im Technologie-Sektor. Für Phantasie sorge unter anderem die Einführung des Betriebssystems Vista von Microsoft im zweiten Halbjahr 2006 und der Start der Spiele-Konsolen Xbox 360 von Microsoft, Playstation 3 von Sony und Nintendo Revolution. Davon profitieren dürfte mit dem M&G Global Technology auch der einzige Global Player unter den fünf besten Technologie-Fonds, der aktuell Rang drei belegt. Dessen Manager Aled Smith investiert derzeit rund 40 Prozent seines Portfolios in den USA. Asiatische Titel machen gerade einmal zwölf Prozent des Fondsvermögens aus. Smith beschreibt den Investmentansatz des Fonds als „Orientierung am Wert der Zukunft“. Bei der Titelauswahl konzentriert er sich auf die Frage, wie viel Geld ein rational handelnder Anleger in fünf Jahren für den Titel zahlen würde.

Ob der M&G Global Technology seine gute Position verteidigen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Der für den Erfolg verantwortliche Manager Greg Kerr, der seit Auflegung im Oktober 1999 für den Fonds zuständig war, hat die Gesellschaft im Juni dieses Jahres nach 14 Jahren verlassen. Smith übernahm das Ruder nur vorübergehend. Er wird Anfang Januar 2006 von Cyrille Filott abgelöst, der seit September dieses Jahres eingearbeitet wird und zuvor als Technologie- und Telekom-Analyst für ING Asset Management tätig war.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%