Fondsvergleich: US-Nebenwertefonds: Wachstums-Strategie geht nicht auf

Fondsvergleich
US-Nebenwertefonds: Wachstums-Strategie geht nicht auf

Abwarten heißt die Devise bei den kleinen und mittleren US-Unternehmen. Und selbst Warren Buffett rät Spekulanten zu Geduld. Die Investmentlegende hält sich derzeit mit Neuinvestitionen in amerikanische Aktien zurück. Denn auch die von ihm viel gepriesene Value-Strategie brachte den Vermögensverwaltern im vergangenen Jahr teils hohe Verluste ein.

FRANKFURT. Und so steht keine einzige positive Jahresrendite oben in der Feri-Jahresabrechnung 2008 (siehe Tabelle). Mit weniger als 20 Prozent Verlust kann nur ein US-Nebenwertefonds dienen. Der Vaughan-Nelson-US-Small-Cap-Value-Fond ist der Gewinner unter den Verlierern. Dabei eignet er sich nur für Spezialisten. Denn der Nebenwertefonds hat mit einer Anlagesumme von 15 Mio. Euro nicht nur eine vergleichsweise kleine Fangemeinde. Auch die Mindestanlagesumme von 100000 US-Dollar macht das Produkt nur für eine beschränkte Investorengruppe interessant.

Ganz unten in der Fondsauswertung 2008 stehen die US-Nebenwertefonds mit Growth-Ansatz. "Die bessere Performance der Value-Kategorien gegenüber den Growth-Kategorien erklärt sich durch den Investmentansatz", sagt Simon Nöth von Morningstar. In der aktuellen Krise präsentierten sich die Fonds der Value-Kategorie dennoch nicht besser als der breite Markt. " Die aktuelle Baisse zeigt, dass die Value-Strategie den Anleger nicht vor allen Risiken schützen kann", sagte er.

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Der Fondsexperte sieht jedoch auch Chancen für US-Nebenwerte: "Diese Situation betrachten einige wertbewusste Fondsmanager als gute Möglichkeit, solide Unternehmen zu einem sehr attraktiven Preis zu kaufen." So spiele der Verschuldungsgrad eines Unternehmens derzeit die größte Rolle. "Die Beziehung zur Hausbank ist für kleine und mittlere Unternehmen jetzt wichtiger denn je", erklärt Nöth. Denn nur wenn sie auch in Zukunft Kredite aufnehmen können, werden sie die Finanzkrise überstehen.

Die vergleichsweise günstigeren Kurse als zu Beginn des Jahres 2008 und eine aktuell solide fundamentale Bewertung könnten den Vermögensverwaltern 2009 also wieder zu positiven Renditen bei den US-amerikanischen Nebenwerten verhelfen.

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