Fondsvolumen
Kanam US-Grund liquider als vermutet

Der in Nordamerika anlegende, offene Immobilienfonds US-Grundinvest der Investmentgesellschaft Kanam hat aktuell in etwa das gleiche Volumen wie kurz vor der Aussetzung der Anteilsrücknahme am 17. Januar 2006.

rrl DÜSSELDORF. Kanam bezifferte das Fondsvolumen auf Anfrage per 20. Februar auf 581 Mill. Dollar. Kurz vor der Schließung habe es 582 Mill. Dollar, am Tag der Schließung 563 Mill. Dollar betragen. Die Statistik des Vermögensverwalters und Fondsraters Feri beziffert das Volumen per Ende Januar sogar auf 595 Mill. Dollar.

Wegen der auf die USA und Kanada beschränkten Anlagen wird der Fonds in Dollar notiert. Im Unterschied zum Fonds Grundbesitz-Invest, den Anbieter DB Real Estate am 3. März wieder öffnen will, können beim Kanam aus Liquiditätsgründen keine Anteile zurückgegeben werden, aber Anteile gekauft werden. Jeder Anteilserwerb erhöht die Fondsliquidität. Der Fonds war in Liquiditätsnöte geraten, nachdem die Ratingagentur Scope den Fonds zum Verkauf empfohlen hatte. Offenbar haben inzwischen Anleger in größerem Umfang US-Grundinvest-Anteile erworben.

Trotz der steigenden liquiden Mittel will Kanam die nach dem Investmentgesetz mögliche dreimonatige Sperre für Anteilsrückgaben voll ausnutzen „Das Liquiditätspolster ist noch nicht ausreichend“, sagte Kanam-Sprecher Michael Birnbaum. Am Tag der Schließung habe die Liquiditätsquote nahe an die gesetzlich geforderte Mindestquote von fünf Prozent herangereicht. Als tragfähige Liquidität werde eine Quote von 15 bis 25 Prozent angesehen.

Um in etwa die Mitte dieser Spanne zu treffen, müsste die Gesellschaft – sehr grob geschätzt – weitere 70 Mill Dollar einwerben, sofern sie zwischenzeitlich keine Immobilien verkauft und die Kreditquote nicht ändert. Sprecher Birnbaum bestätigte Verkaufsverhandlungen für Gebäude, dementiert aber ein Gerücht, wonach bereits zwei Objekte verkauft sein sollen. Immobilienmarkt-Experten räumen Kanam gute Chancen ein, US-Objekte über den von Sachverständigen festgestellten Werten zu verkaufen, weil der US-Immobilienmarkt zurzeit boomt.

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