Fortis profitiert
Internationale Rentenfonds profitieren vom Dollar

Internationale Rentenfonds haben in den vergangenen zwölf Monaten vom starken Dollar profitiert, wie die jüngste Statistik des Analysehauses Feri zeigt. Die drei besten globalen Rentenfonds weisen den Dollar als größte Währungsposition aus.

HAMBURG. Der Schroder ISF Strategic Bond und der USD Convergence Bond der österreichischen Bawag sind zu jeweils 86 Prozent in Dollar-Papiere investiert, beim Tabellenführer Fortis L Fund Bond Currencies High Yield sind es immerhin 24 Prozent.

Fortis-Manager Michel Aubenas profitierte in den vergangenen zwölf Monaten auch von seinen Engagements in Mexiko, Brasilien und der Türkei. Er investiert grundsätzlich in Märkte, die höhere Zinsen als die Euro-Zone aufweisen - daher der Begriff „High Yield“ im Fondsnamen. Als Vergleichsmaßstab dient Aubenas eine Benchmark, die aus zwei Komponenten besteht: aus internationalen Staatsanleihen guter Bonität (Investmentgrade) und Geldmarktpapieren von Schwellenländern in lokaler Währung. In einigen Schwellenländern sind die Rentenmärkte nicht liquide genug für den Fonds, daher setzt Aubenas mit Geldmarktpapieren auf die jeweiligen Währungen.

Manfred Huber und Gerhard Matkovits von der Euram Bank gehen nur geringe Währungsrisiken ein. Sie managen den USD Convergence Bond der österreichischen Bawag P.S.K. Invest. Die Gesellschaft entstand 2001 aus der Fusion der Bawag Invest mit der P.S.K. Invest, also aus den Fondstöchtern der Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (Bawag) und der österreichischen Postsparkasse (P.S.K).

Das Duo investiert in Anleihen von Ländern, die bereits EU-Beitrittskandidaten sind oder den EU-Beitritt anstreben. Sie kaufen Dollar-Anleihen dieser Länder oder bei ausreichender Liquidität auch Papiere in der jeweiligen Lokalwährung. Huber und Matkovits setzten ebenso wie Fortis-Mann Aubenas auf Anleihen guter Bonität. Zwar machen derzeit Papiere, die unterhalb des Investmentgrades liegen, 49 Prozent des Fondsvermögens aus. „Es handelt sich in der Regel jedoch um Firmen mit einem westeuropäischen Mehrheitsaktionär, der über ein deutlich höheres Rating verfügt“, erklärt Huber. Als Beispiel nennt er die viertgrößte ukrainische Bank Ukrots Finance, bei der im Mai dieses Jahres die italienische Bank Intesa eine 90-prozentige Mehrheit übernimmt.

Wegen seiner speziellen Ausrichtung auf Dollarpapiere, die schon im Namen zum Ausdruck kommt, stehen dem Bawag-Fonds jedoch ungemütliche Zeiten bevor. Fondsmanager Huber jedenfalls ist selbst skeptisch gegenüber der US-Währung. „Der Konjunkturzyklus der USA ist schon weiter fortgeschritten als in Europa, und hier geht es bergauf“, sagt der Manager. Er rechne deswegen mit einem etwas schwächeren Dollar.

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