Frankfurt Trust und Oppenheim Pramerica schöpfen zulässige Quote aus
Mischfonds-Manager bleiben Aktien treu

Wer in konservativ gemanagte Mischfonds investiert, erwartet nicht unbedingt Renditen im zweistelligen Bereich. Dennoch dürfte die Jahresbilanz der 111 bei Feri Rating & Research gelisteten Fonds dieser Kategorie angesichts eines durchschnittlichen Wertzuwachses von lediglich 1,69 Prozent bei den meisten Anlegern für Enttäuschung sorgen.

HAMBURG. Weitaus besser lief es für den Spitzenreiter Postbank Tri Select, der 2006 ein Plus von 6,99 Prozent verbuchte. Der vor rund sieben Jahren bei der ehemaligen BHW Invest aufgelegte Fonds wird von der Oppenheim-Tochter Frankfurt Trust (FT) betreut. FT-Manager Sasa Todorovic investiert je nach Marktlage zwischen 20 und 40 Prozent des Portfolios in Aktien, den Rentenanteil kann er zwischen 30 und 50 variieren. "Das Besondere an diesem Fonds ist, dass wir auch offene Immobilienfonds beimischen, deren Anteil zwischen zehn und 30 Prozent liegen kann", erläutert Todorovic, der sich bei seinen Aktien- und Renteninvestments auf Europa beschränkt. Auf der Immobilienseite mischt er aber auch weltweit anlegende Fonds wie den Hausinvest Global bei.

An der aktuellen Gewichtung von jeweils rund 40 Prozent in Aktien und Renten sowie 20 Prozent in Immobilienfonds will Todorovic vorerst festhalten. "Die Bewertungen europäischer Aktien sind weiter günstig, auch die Konjunkturentwicklung spricht für dieses Anlagesegment", sagt der FT-Manager, der auf der Rentenseite aktuell bevorzugt auf das lange Laufzeitensegment setzt und Unternehmensanleihen für aussichtsreich hält.

Anders als Todorovic mischt Carmen Daub auch Anleihen aus den Konvergenzländern Osteuropas bei. Rund ein Drittel des Portfolios seien in Renten der Region investiert, die auf lokaler Währung lauteten, sagt die Managerin des OP Bond Euro Plus von Oppenheim Pramerica. Das gute Ergebnis von 6,68 Prozent, führt Daub auch auf diese Positionierung zurück. Damit belegt der Fonds Rang zwei seiner Vergleichsgruppe. "Ausgezahlt hat sich aber auch die Absicherung der Aktienengagements durch Indexfutures, als die Kurse im Frühsommer auf Talfahrt gingen", erläutert Daub, die das Limit für Aktieninvestments von 30 Prozent derzeit voll ausschöpft.

Im Gegensatz zu Todorovic investiert sie auf der Aktienseite jedoch ausschließlich in Unternehmen, die im Euro Stoxx 50 gelistet sind. "Diese Beschränkung geht vor allem darauf zurück, dass der Fonds als mündelsichere Anlage konzipiert ist und damit nur vergleichsweise konservative Aktieninvestments möglich sind", erläutert Daub. Diese kommen beispielsweise für Stiftungen oder von einem Vormund verwaltetes Vermögen infrage und zeichnen sich durch ein geringes Risiko aus.

Autor: C. Lindenberg, Das Investment

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