Frankfurter Beraterhaus FPM ignoriert erfolgreich Vergleichsindizes
Fondsmanager schätzen Standardwerte

Bei Deutschlands größtem Fondsanbieter DWS dürfte der jüngste Zwölfmonatsvergleich der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Trust in der Kategorie Aktienfonds Deutschland für gute Stimmung sorgen: Gleich vier ihrer Fonds finden sich unter den Top Ten.

HB HAMBURG. Während der Zürich Invest Aktien Deutschland, der Aktien Strategie Deutschland und der Select-Invest von hauseigenen Fondsmanagern betreut werden, ist der aktuelle Spitzenreiter FPM Stockpicker Germany zwar bei DWS aufgelegt, gemanagt wird er aber von der Frankfurt Performance Management AG (FPM), die 2000 von Martin Wirth und Manfred Piontke gegründet worden ist. Bereits seit Januar dieses Jahres ist der Fonds für Neuzeichner geschlossen, weil sein Volumen den Fondsmanagern mit damals rund 340 Mill. Euro zu groß geworden war. Anleger können ihn deshalb vorerst nur über die Börse kaufen.

Wie es der Name ihres Fonds andeutet, investieren Wirth und Piontke unabhängig von einem Vergleichsindex. Sie setzen auf Unternehmen, die in ihrer Branche eine prägende Rolle spielen und auch in puncto Preis, Kosten und Qualität führend sind. „Darüber hinaus müssen sie aber auch günstig bewertet sein“, sagt Wirth. In den vergangenen Monaten hat das Duo die Gewichtung von Standardwerten hochgefahren. „Anfang dieses Jahres lag ihr Anteil am Portfolio noch bei rund 25 Prozent, aktuell sind es mehr als 50 Prozent“, ergänzt Wirth. Während das Bewertungsniveau der Dax-Titel durchweg günstig sei, gebe es bei den Nebenwerten kein einheitliches Bild: „Einige Titel sind bereits zu teuer.“

Zu den zehn größten Positionen im Fonds gehört derzeit die Allianz, deren Anteil die FPM-Manager in den vergangenen Wochen deutlich erhöht haben. „Das Unternehmen hat im Sommer überzeugende Halbjahreszahlen vorgelegt und ist sehr günstig bewertet“, erläutert Wirth.

Auf die Allianz setzt auch DWS-Manager Henning Gebhardt, der den Select Invest und den Aktien Strategie Deutschland betreut: Beim Select-Invest hat er den Anteil der Versicherungsaktie seit Ende Juli von 5,5 auf aktuell neun Prozent erhöht. Im Aktien Strategie Deutschland ist der Versicherungsriese mit 7,9 Prozent ebenfalls größte Position. Gebhardts Kollegin Susan Levermann hält dagegen weniger von der Aktie: Im Portfolio des von ihr gemanagten DWS Zürich Invest Aktien Deutschland ist sie derzeit nicht vertreten. Wie das FPM-Duo orientieren sich sowohl Gebhardt als auch Levermann nicht an einem Vergleichsindex. Am aktivsten wird der Select-Invest gemanagt, der Aktien schneller umschlägt als die beiden anderen Fonds.

Zudem setzt Gebhardt auf ein konzentrierteres Portfolio und geht oft hohe Einzelwetten ein, indem er einzelne Titel sehr hoch gewichtet. Vertreten sind ausschließlich Dax-Titel, während die beiden anderen DWS-Fonds derzeit einen Nebenwerte-Anteil von rund 40 Prozent aufweisen.

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