Führende Manager rechnen mit einer Fortsetzung der Gold-Hausse
Goldminenfonds behaupten sich im Abschwung

Die jüngsten Korrekturen an den weltweiten Rohstoffmärkten sind auch am Goldpreis nicht spurlos vorübergegangen.

HAMBURG. Nachdem dieser Mitte Mai mit 725 Dollar je Unze den höchsten Stand seit 26 Jahren erreicht hatte, ging es rapide bergab. Bis Ende Mai büßte das gelbe Metall rund elf Prozent an Wert ein, bis Mitte Juni waren es sogar knapp 20 Prozent. Im Vergleich dazu haben sich auf Goldminenaktien spezialisierte Fonds gut geschlagen: Obwohl sie in der Regel einen Hebel von drei zu eins auf den Goldpreis aufweisen, verloren sie im Mai durchschnittlich nur 9,6 Prozent.

"Viele Anleger haben schon einige Wochen vor dem Absturz keine Goldminenaktien mehr gekauft, da sie bereits mit Korrekturen rechneten", sagt Martin Siegel, Manager des PEH-Q-Goldmines. Da bei den Minenwerten nicht der absolute Unternehmenswert, sondern der Gewinn bewertet werde, seien die Aktien im Gleichschritt mit dem Goldpreis gestiegen. Die Hebelwirkung war so außer Kraft gesetzt, entsprechend habe sich die Korrektur auch nicht überproportional auf Goldminenfonds ausgewirkt. Für das zweite Halbjahr geht Siegel wieder von einem steigenden Goldpreis aus. Der langfristige Trend sei ungebrochen, bis Jahresende sei ein Anstieg auf 750 Dollar je Feinunze möglich.

Auch Joseph Foster sieht bis zum Jahresende weiteres Aufwärtspotenzial. "Die Gefahr eines Atomkonflikts mit dem Iran, das Potenzial für einen Dollar-Kollaps und die steigende Beliebtheit des Goldes unter Zentralbanken und privaten Investoren dürfte dem Gold längerfristig Unterstützung bieten", sagt der Manager des im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich auf Rang zwei platzierten AIG Equity Fund Gold. Der im Juni 1992 bei der Schweizer AIG Privatbank aufgelegte Goldfonds wird von der New Yorker Vermögensverwaltung Van Eck Global verwaltet. Er investiert weltweit in Unternehmen, die in der Gewinnung, Verarbeitung und Vermarktung von Gold tätig sind. Foster setzt auf eine tägliche Kontrolle der aktuell 45 Werte sowie eine genaue Untersuchung der Minengesellschaften. Im Gegensatz zu Siegel, der die Hälfte des Fondsvermögens in australische Minenfirmen investiert hat, setzt Foster seinen Länderschwerpunkt mit 54 Prozent auf Kanada, gefolgt von den USA mit zwölf und Australien mit zehn Prozent.

Obwohl beide Fonds über ein sehr erfahrenes Management verfügen und sich in den vergangenen Jahren gut geschlagen haben, favorisiert Detlef Glow von der Rating-agentur Lipper den AIG Equity Fund Gold. "Während der PEH-Q-Goldmines in der Vergangenheit häufig Achterbahn gefahren ist, hat sich der AIG-Fonds in allen Marktphasen durch seine Stabilität ausgezeichnet", sagt Glow. Zudem habe er stets eine dem Risiko angemessene Rendite erwirtschaftet.

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