Führungswechsel in Deutschland
Schroders setzt auf Fonds

In der Fondsbranche ist der neue Deutschland-Chef von Schroder Investment Management ein bekannter Mann. Achim Küssner war maßgeblich verantwortlich für die Verkaufserfolge der Anlagesparte von Merrill Lynch in Deutschland. Diesen Erfolg will er nun wiederholen. Unter der neuen deutschen Führung will Schroders eine Vertriebsoffensive starten.

FRANKFURT. „Wir suchen in Deutschland eine neue Wachstumsdynamik, mit der wir zu den führenden fünf ausländischen Fondshäusern aufschließen können“, sagte Achim Küssner dem Handelsblatt. Er führt seit Anfang Juli die Deutschlandgeschäfte von Schroder Investment Management, der Fondssparte des 200 Mrd. Euro schweren britischen Anlagehauses Schroders.

Der Führungswechsel hat allerdingd eine pikante Note. Laut Insidern suchte Schroder-Chef Michael Dobson einen offensiveren Auftritt in Deutschland. Das traf nicht den Geschmack des Deutschland-Chefs Martin Theisinger, wird kolportiert. Theisinger verließ das Haus und ist inzwischen bei Fortis in Deutschland unter Vertrag.

Küssner hat für seine Wachstumspläne grünes Licht aus der Londoner Zentrale: „Das kann man am Marketingbudget und an den geplanten Einstellungen ablesen.“ Schroder Investment Management beschäftigt in Deutschland 13 Mitarbeiter. „Bis zum Jahresende wollen wir das Personal um acht Mitarbeiter aufstocken, darunter fünf für den Vertrieb“, sagt er. Dazu kommen 40 Mitarbeiter durch den Erwerb der deutschen Immobilienfondsgesellschaft Aareal Asset Management vor einem halben Jahr.

Von den sechs Mrd. Euro im Deutschlandgeschäft entfällt die Hälfte auf Publikumsfonds, eine Mrd. Euro auf Spezialfonds, der Rest auf Immobilien. Damit ist Küssner nicht zufrieden. „In der Schweiz, Spanien, Italien und auch in Großbritannien sind wir besser positioniert als hier“, sagt er.

Auf dem deutschen Markt registrierte er im ersten Halbjahr „leichte Rückflüsse aus Publikums-Aktienfonds, die durch höhere Zuflüsse im institutionellen Geschäft mehr als kompensiert wurden“. Zu seinen Konkurrenten zählt er JP Morgan Asset Management, Franklin Templeton, Fidelity Investments und natürlich Blackrock. JP Morgan führt in Deutschland mit rund 20 Mrd. Euro Vermögen, gefolgt von Blackrock mit etwa 15 Mrd. Euro.

Seite 1:

Schroders setzt auf Fonds

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%