Fünf Fragen an Detlev Dietz
„Keine Krise aus Sicht des Verbandes“

Die schwache Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes hinterlässt Spuren. Das Handelsblatt sprach mit Detlev Dietz, im Vorstand des Fondsverbandes BVI zuständig für Immobilienfonds, über die Krise am Immobilienmarkt.

Rollt mit dem Thema DB Real Estate eine weitere Immobilienkrise auf die Anlagebranche zu?

Aus Sicht des Verbandes nicht. Es handelt sich wohl um ein singuläres Problem. Das bald abgelaufene Jahr hat gezeigt, dass viele Branchenvertreter ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Wird versucht, Immobilien niedriger zu bewerten, um Käufer für bestimmte Objekte zu finden?

Die Informationslage ist unklar und Abwertungen wären nichts Ungewöhnliches. Die Deutsche Bank sagt, seit Oktober dieses Jahres Nachbewertungsbedarf erkannt zu haben. Wir als Verband sagen aber: Seit Sommer hat sich der Immobilienmarkt belebt, so dass die Grundthese nicht nachvollziehbar ist.

Wie sollte sich der Anleger in solchen Fällen schützen?

Die Liquidität der Fonds ist nach unseren Informationen ausreichend; die Rückgabe von Anteilen ist daher weiterhin börsentäglich möglich.

Ein Aktienfonds kann jederzeit Papiere kaufen oder verkaufen. Bei Immobilienfonds ist ein Verkauf unter dem vom Sachverständigenrat festgestellten Wert nicht erlaubt. Sollte man das ändern?

Gleichgültig, was bei der Deutschen Bank passiert, möchte ich mich dazu nicht äußern. Wir werden uns aber im Fondsverband mit einer zukunftsfähigen Struktur offener Immobilienfonds auseinander setzen.

Stellt sich im konkreten Fall nicht die Frage nach der Informationspolitik für die Anleger?

Es wäre sicher angemessen gewesen, die Anleger in geeigneter Form zu informieren. Das wäre nicht unbedingt eine Mitteilung an den Vertrieb gewesen, in der Hoffnung, dass es auf diesem Umweg auch der Investor erfährt.

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