Für Geldmarktfonds sind auch Firmenbonds als Beimischung interessant
Pfandbriefe bringen Renditeplus

Wegen der historisch niedrigen Kurzfristzinsen müssen die Manager von Geldmarktfonds um jede zusätzliche Ertragschance kämpfen. „Zur Renditesteigerung mischen diese Fonds zum Beispiel Titel mit etwas höherem Risiko in ihrem Portfolio bei“, sagt Alice Segschneider, Leiterin Research bei der Fondsrating-Agentur Lipper.

HB/vwd Frankfurt/M. Bei vielen Managern von Geldmarktfonds sind Anleihen aus dem Finanzbereich wegen der hohen Liquidität in diesem Segment und der etwas höheren Rendite gegenüber deutschen Bundesanleihen beliebt und in den Portfolios übergewichtet. Fondsmanager Jürgen Vogler bevorzugt beim UniEuroLiquid im Finanzbereich vor allem Pfandbriefe deutscher Institute wie EuroHypo oder Landesbank Baden-Württemberg. In den zwölf Monaten bis Ultimo September erzielte der Fonds einen Wertzuwachs von 2,89 %. In der aktuellen Rangliste der Euro-Geldmarktfonds belegt das Produkt der zum genossenschaftlichen Bankenverbund gehörenden Fondsgesellschaft Union Investment damit Platz sechs. Fondsmanager Marco Dünkeloh von SEB Invest setzt beim zehntplatzierten SEB Invest Money Market derzeit schwerpunktmäßig auf deutsche Pfandbriefe mit kurzer Restlaufzeit, unter anderem von der Hessischen Landesbank oder der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank.

Um eine Zusatzrendite zu erzielen, hat SEB-Mann Dünkeloh für knapp 5 % des verwalteten Vermögens Unternehmensanleihen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr beigemischt. Im Portfolio finden sich zurzeit zum Beispiel Euro-Titel der Ford Bank. Bei Union-Mann Vogler liegt die Quote von Firmenbonds sogar bei 10 %. „Ich kaufe vor allem unterjährige Unternehmensanleihen, bei denen die Gefahr von Kursverlusten auf Grund der kurzen Restlaufzeiten gering ist“, erläutert er. Im Portfolio habe er beispielsweise auf Euro lautende von General Electric, Daimler-Chrysler und Toyota.

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