Fusion: Fonds von Gartmore verschwinden im Sommer

Fusion
Fonds von Gartmore verschwinden im Sommer

Der britische Fondsanbieter Henderson mistet das Angebot des frisch aufgekauften Aktienspezialisten Gartmore aus: Zum Sommer sollen die ersten Fonds verschmolzen werden. Gartmore erlebt derzeit einen Brain-Drain.
  • 0

London Henderson tauscht eine Reihe der Gartmore-Fondsmanager aus und plant, 14 Fonds der beiden Häuser miteinander zu verschmelzen.

Henderson hatte den angeschlagenen Konkurrenten im Januar für 335,3 Millionen Pfund (403 Millionen Euro) gekauft. Durch die Übernahme würde mit einem Vermögen von nun insgesamt knapp 100 Milliarden Euro ein neuer, großer Vermögensverwalter entstehen. Bisher fehlt allerdings die Zustimmung der Aktionäre und Aufsichtsbehörden. Das Unternehmen geht davon aus, diese bis Ende April zu erhalten und die Fusion perfekt zu machen. Nach der Fusion sollen Doppelgänger ausgemistet werden. Eine Reihe der Fonds, die die beiden Häuser anbieten, sind recht ähnlich. Ab Sommer sollen deshalb 14 der Gartmore-Fonds vom Markt verschwinden. Sie sollen auf einen Henderson-Fonds verschmolzen werden. So soll etwa der Gartmore Corporate Bond zum Henderson All Stocks Credit und der Gartmore Fixed Interest zum Henderson Sterling Bond zusammengefasst werden.

Zudem wechselt Henderson neun Fondsmanager aus, darunter John Anderson, Jan de Bruijn und Tony Lanning. Gartmore-Fonds, die bestehen bleiben, sollen ab Sommer in Henderson Gartmore umbenannt werden. Insgesamt bleiben 24 Fonds unter der Obhut ihrer derzeitigen Manager.

Gartmore hat seit Monaten unter Problemen gelitten. Der Aktienspezialist hängt stark von wenigen bekannten Fondsmanagern ab. Seit März verließen fünf der prominentesten das Unternehmen. Vom Sommer an zogen Kunden deshalb über eine halbe Milliarde Pfund ab.

In Deutschland sind Henderson und Gartmore vor allem durch ihre europäischen Aktienfonds bekannt geworden.

Kommentare zu " Fusion: Fonds von Gartmore verschwinden im Sommer"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%