Geänderte Markteinschätzung
Dachfonds-Manager schichten Portfolios um

Für Olaf-Johannes Eick läuft es derzeit gut: In der jüngsten Zwölf-Monats-Auswertung von 187 flexibel anlegenden Dachfonds liegen gleich vier vom Gründer der Schweizer Vermögensverwaltung Multi-Invest beratene Produkte unter den Top Ten.

HAMBURG. Während die Spitzenreiter Multi Invest Spezial OP und Top Trend AMI sowie der Multi Invest OP auf Rang fünf schon seit Monaten zu den besten Fonds ihrer Kategorie gehören, ist der IAM Triple P Active Portfolio auf Rang drei neu in die Spitzengruppe aufgerückt (s. Tabelle).

Die Schwerpunkte setzt Eick bei den vier Fonds durchaus unterschiedlich. „Der Multi Invest Spezial OP ist mit seiner Ausrichtung auf Wachstumsmärkte offensiver konzipiert als der Multi Invest OP, der ausschließlich in etablierte Märkte investiert“, sagt er. Der Top Trend AMI wiederum kombiniert beide Zielmärkte. Ganz ähnlich ist der erst im Februar vergangenen Jahres aufgelegte Triple P Active Portfolio ausgerichtet. Im Gegensatz zum Top Trend AMI, bei dem als Baustein Absolute-Return-Fonds beigemischt werden können, ist er allerdings etwas offensiver ausgerichtet.

An der Portfoliostruktur lassen sich die unterschiedlichen Schwerpunkte der Fonds derzeit nicht ablesen. Mit Ausnahme des Multi Invest Spezial OP, der acht Prozent des Portfolios im Bereich Rohstoffe und Energie hält, hat sich Eick nämlich komplett aus dem Aktienmarkt zurückgezogen. „Unser hauseigenes mathematisches Modell lieferte uns Ende Februar eindeutige Verkaufssignale“, sagt Eick. Obwohl die Märkte seither deutlich anzogen, wartet er weiter ab.

Weniger drastisch hat Matthias Reiner auf den zwischenzeitlichen Einbruch reagiert. Der Berater des mit einem Wertzuwachs von 12,33 Prozent auf Rang vier liegenden Investment Vario Pool Globale Werte von IP Concept reduzierte die Aktienquote kurzfristig von 90 auf 60 Prozent, um sie kurz darauf wieder auf rund 85 Prozent aufzustocken. „Da wir die Aussichten für die weltweiten Aktienmärkte derzeit nur verhalten positiv beurteilen, haben wir risikoreichere Positionen wie Schwellenländerfonds deutlich zugunsten defensiver ausgerichteter Produkte reduziert“, sagt Reiner.

Anders als Eick wählt der Manager der Münchner Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG (DJE) die Zielfonds nicht allein nach einem quantitativen Modell aus, sondern prüft potenzielle Kaufkandidaten in einem zweiten Schritt auf qualitative Kriterien wie die Kontinuität des Fondsmanagements. Im Gegensatz zu Eick setzt Reiner derzeit auch auf Renten, allerdings fast ausschließlich über Mischfonds. Mit einem Anteil von 16 Prozent spielen festverzinsliche Papiere jedoch augenblicklich nur eine relativ geringe Rolle.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%