Geldanlage
Die ETF-Welle rollt

Die Suche nach günstigen Produkten für die Altersvorsorge könnte die Nachfrage nach börsengehandelten Indexfonds (ETFs) treiben. Die Unternehmen werben sich bereits im Vorfeld in bisher unbekanntem Ausmaß die Fondsexperten ab.
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FRANKFURT. Die Anbieter börsengehandelter Indexfonds (ETFs) rechnen weiter mit hohen Zuwächsen. Die Leiterin der ETF-Analyse beim größten Spieler Blackrock, Deborah Fuhr, erwartet bis zu 30 Prozent Wachstum jährlich. Als Vorbereitung darauf werben sich die Anbieter gegenseitig das Personal in bisher unbekanntem Ausmaß ab. "Die jüngsten Personalwechsel bei vielen Firmen zeigen mir, dass jetzt eine neue Wachstumsphase anbricht", sagt Vin Bhattacharjee, ETF-Vertriebsleiter von State Street Global Advisors in Europa.

Wurde der Boom der vergangenen Jahre von institutionellen Investoren wie Banken, Versicherungen, Unternehmen und Pensionskassen getragen, sollen jetzt auch Privatanleger das weitere Wachstum treiben - mit Indexfonds etwa auf den Dax, den Euro Stoxx 50 oder auf Anleihen.

Vorsorge mit günstigen Produkten avanciert zum großen Thema

Seit dem Start vor zehn Jahren ist das Geschäft mit Indexfonds in Europa rasant gewachsen. Auch in den vergangenen Jahren der Finanzkrise kletterten die verwalteten Vermögen weiter nach oben. Innerhalb von weniger als drei Jahren stieg das investierte Kapital auf 196,5 Milliarden Euro und konnte sich damit mehr als verdoppeln. Gemessen an einem gesamten europäischen Fondsvermögen von 5,2 Billionen Euro ist dies aber nur ein kleiner Teil.

Indexfonds locken vor allem durch niedrige Gebühren, Transparenz und die Tatsache, dass die Anteile jederzeit zum aktuellen Indexwert gehandelt werden können. ETF-Expertin Fuhr räumt unabhängigen Finanzdienstleistern und Online-Brokern deshalb Chancen ein im Geschäft mit privaten Kunden.

In Deutschland hat beispielsweise die Dab Bank einen kostenlosen ETF-Sparplan gestartet. "In Zukunft werden immer mehr Private ETFs kaufen, vor allem als Teil von Altersvorsorgeprodukten", sagt Clemens Schuerhoff, Geschäftsführer der Beratungsfirma Kommalpha. "Unabhängige Berater werden dabei eine große Rolle spielen."

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  • ETF Fonds zur Alterssicherung?
    Zur Alterssicherung für den verkäufer?
    Da Keiner vorhersagen kann, wohin die indizes gehen und wo die Fonds stehen, wenn man das Geld im Alter benötigt Finger von lassen.

    besser, da müsste man es mit der Latte ins Kreuz kriegen.

    Schönen Tag noch.

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