Geldanlage
Wie viel Russland in Ihren Fonds steckt

Die Krise in der Ukraine eskaliert. Das betrifft auch viele Geldanleger in Deutschland, die damit wahrscheinlich gar nicht rechnen. In welchen Fonds Gazprom-Aktien oder Putin-Bonds stecken.
  • 1

Die Krise in der Ostukraine spitzt sich zu. Der ukrainische Übergangs-Präsident Alexander Turtschinow kündigt einen Militäreinsatz gegen Separatisten an. Die Lage in der Region Donbass "wird bald stabilisiert". Russland warnt vor Gewalt gegen Russen und forciert trotzdem hinter den Kulissen die Eskalation des Streits.

Der Ton zwischen den westlichen Industriestaaten und Russland wird zunehmend schärfer. Schon jetzt macht eine Abwertung des Rubels um zwanzig Prozent seit dem Ausbruch der Krise vielen Investoren zu schaffen. Die Aktienkurse in Russland geben wegen der zunehmenden Spannungen nach. Der russische Leitindex RTS verlor heute 2,4 Prozent, der MICEX-Index mit den zehn größten Titeln sank um 1,6 Prozent.

Unverdrossen von den wirtschaftlichen Konsequenzen drohen Russland und der Westen mit weiteren Sanktionen. Deren Auswirkungen werden von Ökonomen als dramatisch gesehen. Anleger sollten sich darauf einstellen.

Reine Russland-Aktienfonds zählen seit Jahresbeginn für Euro-Anleger zu den größten Verlierern. Sie büßten im Durchschnitt fast 20 Prozent an Wert ein, bei Osteuropa-Fonds beträgt das Minus immerhin fast zehn Prozent. Im Falle von Sanktionen dürften sich die Verluste verschärfen.

„Doch nicht nur dort, wo Russland draufsteht, ist auch Russland drin,“ warnt Fondsanalyst Ali Masarwah von Morningstar. Er hat die Datenbank des Hauses nach russischen Aktien in Fondsportfolios durchforstet. Dabei wurden 11.400 Aktienfonds abgeklopft. Handelsblatt Online hat zudem Misch- und Dachfonds analysiert. Ergebnis: Aktien von russischen Unternehmen, aber auch von europäischen Firmen, die stark in Russland investiert sind, stecken in vielen Portfolios und können im Krisenfall die Performance nach unten ziehen.

Kommentare zu " Geldanlage: Wie viel Russland in Ihren Fonds steckt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Liebe Frau Jochims,

    ich weiss ja, Sie müssen in kurzer Zeit irgendeinen Text zu einem vorgegebenen Thema liefern.

    Wir lassen die Frage mal dahin gestellt, welchen Sinn und Zweck dieser Artikel haben soll.

    Wäre es nicht zudem erwähnenswert, dass man bereits ein "Russland-Risiko" hat, wenn man in Firmen investiert, die größere Anteile ihres Umsatzes in Russland machen? Man schaue da mal auf einige Tabak- und Pharmakonzerne von (Luxus)Konsumgütern und einzelnen Autobauern ganz zu schweigen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%