Gemischte Fonds: Fonds-Manager rechnen mit Rückschlägen

Gemischte Fonds
Fonds-Manager rechnen mit Rückschlägen

Fonds-Experten für sehen die Börsenentwicklung 2007 zuversichtlich, aber nicht euphorisch: Die Gewinndynamik der Unternehmen wird sich abschwächen. Eine defensive Portfolio-Ausrichtung bietet sich an.

HAMBURG. Im Fondsmanagement zahlt es sich oftmals aus, einem erkannten Trend konsequent zu folgen. Das zeigt die Anlagestrategie von Alexander Kapfer von der Münchener FIVV AG und Jürgen Landsvogt, Vorstand der CT AG in Hildesheim. Weil die beiden Vermögensverwalter dabei im vergangenen Jahr oftmals auf der richtigen Fährte waren, lieferten sich die von ihnen betreuten Fonds FIVV-Universal und CT Global in der Kategorie der überwiegend auf Aktien setzenden Mischfonds 2006 ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Letztlich setzte sich Landsvogt mit einem Jahresplus von 23,75 Prozent durch (siehe Tabelle).

„Wir haben das Jahr auf der Aktienseite mit einem Deutschland-Anteil von 50 Prozent begonnen, den wir Stück für Stück auf 80 Prozent hochgefahren haben“, erläutert Landsvogt. Auf der Einzeltitelebene hätten vor allem Titel wie Salzgitter, Kali+Salz, Solarworld, Schwarz Pharma und ab dem Herbst die Deutsche Telekom für Rückenwind gesorgt. „Wir sind das Jahr über mit nur 20 Transaktionen ausgekommen“, fügt er hinzu. Angesichts des sehr niedrigen Volumens von nur 1,5 Mill. Euro fällt die Gesamtkostenbelastung des CT-Global-Fonds mit 2,2 Prozent dennoch recht hoch aus. „Am Volumen arbeiten wir“, sagt Landsvogt und hofft nach dem guten Abschneiden auf weitere Mittelzuflüsse.

Der Börsenentwicklung im neuen Jahr sieht er zuversichtlich, aber nicht euphorisch entgegen. „Die Gewinndynamik der Unternehmen wird sich abflachen“, prophezeit er und rechnet spätestens im Frühsommer mit Turbulenzen. Diese Phase will der Fondsberater mit einer defensiveren Ausrichtung und einer erhöhten Barreserve überstehen.

Ein ganz ähnliches Szenario entwirft Konkurrent Kapfer für das Börsenjahr 2007. Auch der Berater des FIVV-Universal-Fonds setzt seinen Schwerpunkt mit rund 50 Prozent bei deutschen Titeln, der Rest des aktuell nahezu komplett in Aktien investierten Portfolios verteilt sich auf diverse Länder rund um den Globus.

„Eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen des vergangenen Jahres war es, Dollaranlagen unterzugewichten“, sagt Kapfer. Doch auch die richtige Titelauswahl habe sich positiv bemerkbar gemacht. „Wir kaufen Firmen, von deren Management wir überzeugt sind“, begründet er sein Engagement bei der Deutschen Bank, Siemens und – nach Amtsantritt Dieter Zetsches – Daimler-Chrysler.

Zwischen die beiden Universal-Fonds hat sich der Sigma-Plus-Offensiv der Deka geschoben. Dessen Manager Michael Raab sieht Aktien zwar gegenüber Renten noch im Vorteil, sichert aber seit kurzem Teile seines überwiegend in Europa angelegten Fondsvermögens gegen mögliche Rückschläge ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%