Gemischte Fonds
Mischfonds investieren auch in Immobilien

Nur wenige Fondsmanager beherrschen die Kunst, in Aktien und Renten gleichermaßen erfolgreich zu investieren. Deshalb sind Mischfonds, die beide Segmente kombinieren, mitunter doppelt besetzt. Zum Beispiel der Invest Classic von Union Investment, bei dem Christoph Niesel den Aktienanteil betreut und Hans Joachim Wüst das Rentenportfolio.

HAMBURG. In den vergangenen zwölf Monaten hat diese Arbeitsteilung gut funktioniert: Mit einem Wertzuwachs von 7,57 Prozent belegt der Invest Classic unter 107 bei Feri Rating & Research gelisteten Mischfonds mit konservativer Anlagestrategie den ersten Platz (Tabelle). Dabei geht der Spitzenplatz nicht nur auf die gelungene Auswahl von Aktien und Renten zurück, sondern auch auf die Beimischung von offenen Immobilienfonds. Dort sind aktuell rund 30 Prozent des Fondsvermögens investiert. „Drei Viertel davon halten wir in Fonds mit Schwerpunkt auf Deutschland, die sehr gut gelaufen sind“, sagt Niesel, der die Betreuung des Aktien- und Immobilienfondsanteils erst im August von Helmut Hipper übernommen hat.

Bei den Aktien ist Niesel ebenfalls recht stark auf den Heimatmarkt konzentriert und hält gut ein Drittel des Portfolios in deutschen Titeln. Die zweitgrößte Länderposition bildet derzeit Frankreich mit 28 Prozent, jeweils neun Prozent hält er in Aktien aus Spanien, den Niederlanden und Italien. Das Übergewicht deutscher Titel begründet der Union-Manager mit den nach wie vor günstigen Bewertungen im europäischen Vergleich. „Für heimische Aktien spricht außerdem die höchste Gewinndynamik bei den Unternehmen“, ergänzt er. Aktuell liegt die Aktienquote des Invest Classic bei 34 Prozent, nachdem es Ende August nur 26 Prozent waren. „Wir haben die Kurseinbrüche vor allem für das Aufstocken von Finanzwerten genutzt“, sagt Niesel, der ausschließlich in der Euro-Zone investiert. Diese regionale Beschränkung gilt auch für den mit 35 Prozent gewichteten Rentenanteil im Fonds, der sich aktuell vor allem aus Kurzläufern zusammensetzt.

Wesentlich breiter ist das Anlageuniversum dagegen beim viertplatzierten BIM Combined gefasst: Der Fonds der Schweizer Gesellschaft Banca Immobiliare Suisse (BIM) investiert weltweit und mischt den Renten auch Lokalwährungsanleihen bei, die innerhalb dieser Anlageklasse derzeit mit 23 Prozent gewichtet sind. Anders als im Invest Classic spielen Immobilien keine Rolle, der Aktienanteil kann zwischen 20 und 40 Prozent variieren. Unterschiede gibt es auch in der Vertriebsstrategie beider Fonds: Während der Invest Classic prinzipiell überall gekauft werden kann, müssen Anleger sich für den BIM Combined direkt an die Banca Intermobiliare Suisse wenden.

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