Generalstaatsanwalt pocht auf Gebührensenkungen
US-Fondsbranche widersetzt sich Spitzer

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer will in den Vergleichsverhandlungen mit Investmentfonds weiter auf Gebührensenkungen drängen. Dies kündigte er vor dem Financial Management Unterausschuss des Senats an. Er wirft der 7,2 Bill. $ schweren Branche vor, von Privatanlegern zu hohe Gebühren zu kassieren, sich aber gegen eine Gebühren-Reform zu sträuben.

Bloomberg NEW YORK. Laut Spitzer summierten sich die Beratungsgebühren der Investmentfondsgesellschaften im Jahr 2002 auf 50 Mrd. $ (39,7 Mrd. Euro). Einige Gesellschaften verlangten von Privatanlegern erheblich höhere Gebühren als von institutionellen Anlegern. „Die traurige Wahrheit ist, dass die Branche und viele ihrer Unterstützer sich nach wie vor gegen echte Reformen in dem Bereich sträuben“, sagte Spitzer.

Jetzt will er die Fonds dazu bringen, für alle Investoren die selben Gebühren anzusetzen. Mit seiner Strategie, Gebührensenkungen über die Vergleichsverhandlungen durchzusetzen, stößt Spitzer aber auf wenig Begeisterung bei der US-Börsenaufsicht. Die SEC hat in ihren Vergleichen über missbräuchliche Handelspraktiken Strafen und keine Gebührensenkungen ausgehandelt.

Quelle: Handelsblatt

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