"Geschäft mit Wetterderivaten hat riesiges Potenzial"
Spekulant mit sozialer Ader

Stanley Fink führt die weltweit größte Hedge-Fonds-Gruppe nach alternativen Grundsätzen und hält ökologische Investments für das Mega-Thema der Branche.

LONDON. Der Nächste bitte! Die Wartezeit ist kurz. Stanley Fink verabschiedet ein Mitglied des britischen Königshauses und bittet den Besuch aus Deutschland in sein Büro am Sugar Quay in London. Fink ist Vorstandschef der weltweit größten Hedge-Fonds-Gesellschaft, der Man Group. Sein Büro zeugt gleichwohl von Bescheidenheit. Der 48-Jährige nimmt sich Zeit, um über die Finanzwelt zu reden – und über die Zukunft.

Das ist für einen Hedge-FondsManager fast natürlich, spekuliert diese Spezies doch auf die verbriefte Zukunft, mit Futures (Terminkontrakte). Und die Zukunft nimmt in Finks Überlegungen auch deshalb einen breiten Raum ein, weil er sein in der Vergangenheit exorbitant gewachsenes Unternehmen auf einem soliden finanziellen Fundament in eine gute Zukunft führen will.

Seinen Beruf hier bei der Man Group betrachtet er nicht nur als einen einträglichen Job, sondern vielmehr als Berufung. Hier an der Spitze des Klassenbesten der globalen Alternativ-Investmentszene kann Fink seine gestalterischen Fähigkeiten, sein soziales Engagement und seine ökologische Gesinnung voll zur Geltung bringen und einen Teil seiner Visionen realisieren.

Er ist nicht nur eine Art Institution hier bei der Man-Gruppe, sondern auch eine bekannte Größe in der Londoner City und in der globalen Finanzszene. Immerhin steht er seit dem Jahr 1987 in den Diensten von Man. Er weiß also, was die Mitarbeiter in London, Pfäffikon, Chicago, New York, Paris, Singapur oder Sydney umtreibt. Er kennt ihre Sorgen aber auch ihre Fähigkeiten. Im Jahr 1992 wurde er zum Finanzchef berufen.

Fink hatte erheblichen Anteil daran, dass die Man Group dann im Jahr 1994 als erste Hedge-Fonds-Gesellschaft den Weg an die Börse fand. Heute zählt das Unternehmen zur Crème de la Crème der britischen Wirtschaft. Schließlich ist es Teil des FTSE 100-Aktienindex.

Seit dem Jahr 2000 leitet Fink die Geschicke der Gesellschaft. Unter seiner Ägide hat Man viele Kritiker der Hedge-Fonds-Branche Lügen gestraft. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre wuchs das von der Man Group verwaltete Vermögen von einer Milliarde Dollar auf heute rund 45 Milliarden Dollar an. „Unter den großen Asset-Managern dieser Welt sind wir allerdings nach wie vor ein kleiner Fisch“, rückt Fink sein Unternehmen ins rechte Licht.

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