Geschäftsfelder vermischen sich – Experten sehen dabei einiges Potenzial für Konflikte
Berater und Verwalter konkurrieren

Consultants haben das Asset-Management für sich entdeckt. Gleichzeitig bieten Vermögensverwalter verstärkt Beratungsleistungen an. Eine engere Zusammenarbeit hat viele Vorteile, birgt aber auch Konfliktpotential.

In den vergangenen Jahren näherten sich die Geschäftsmodelle von Investment-Consultants und Asset-Managern deutlich an. Einige Beratungsfirmen, etwa die Russell Investment Corp., stärkten ihre Fähigkeiten zur Managerauswahl durch den Aufbau von Multi- Manager-Geschäftsfeldern. Andere schufen neue Konzepte wie integriertes Consulting: Statt als Berater tätig zu werden, übernahmen sie die Entwicklung und die Durchführung eigener Investmentstrategien - und wurden damit selbst zu einer Art Investmentmanager.

Gleichzeitig entfernten sich Vermögensverwalter von ihrem eigentlichen Ziel, die bestmögliche und nachhaltige Performance mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Investmentklassen und -möglichkeiten zu erzielen. Stattdessen begannen Fondsmanager sich hinter einem Index zu verstecken. Statt der besten Lösung wählten sie die Indexnähe, um sagen zu können: „Ich habe meine Aufgabe erfüllt, denn der Index ist nicht besser als ich.“

Doch mit dem Ende der Hausse an den Weltbörsen änderte sich die Situation. Pensionskassen und andere institutionelle Investoren sind nicht länger zufrieden, wenn sie mit einer indexnahen Performance abgespeist werden. Das brachte ihnen teilweise hohe Verluste ein. Doch eine Pensionskasse muss ihren Verpflichtungen nachkommen können.

Vermögensverwalter sind daher gefordert, gemeinsam mit ihren Kunden eine zu den individuellen Bedürfnissen passende Investmentstrategie zu erarbeiten, und in dieser eine größere Vielfalt von Investmentmöglichkeiten zu integrieren als dies bisher oft der Fall war. Damit betreten sie aber das originäre Aufgabenfeld der Consultants.

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