Gläubigern Verzicht nahe gelegt
IWF drängt Argentinien zu Verhandlungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Finanzminister der sieben führenden Industrieländer (G7) haben Argentinien erneut aufgefordert, mit den Gläubigern des Landes eine Lösung zu suchen, die dem jüngsten Umschuldungsabkommen nicht zugestimmt haben.

HB WASHINGTON. Die Verhandlungen sollten eine Vorbedingung für neue IWF-Kredite an das Land sein, erklärten die G7-Finanzminister am Wochenende in Washington. Ähnlich äußerte sich der IWF. Argentinien müsse erklären, wie es mit den Gläubigern umgehe, die das Umschuldungsangebot nicht angenommen hätten, hieß es.

Das Land hatte seinen Gläubigern den Verzicht von 70 Prozent ihres einst für Anleihen eingezahlten Geldes nahe gelegt. Dieses Angebot zur Umschuldung von mehr als 100 Mrd. Dollar Verbindlichkeiten war von 76 Prozent der Gläubiger angenommen worden. Zahlreiche europäische Gläubiger fühlen sich aber geprellt. Argentinien hatte erklärt, mit den Anlegern, die das Angebot abgelehnt haben, nicht erneut zu verhandeln. Das Land kann seine Schulden seit 2002 nicht mehr bedienen. Von der Zahlungsunfähigkeit sind weltweit mehr als eine halbe Million Gläubiger.

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