Global Investors
Fondstochter der Allianz im Sog der Krise

Panische Anleger, sinkende Aktienkurse - die Verwerfungen an den Finanzmärkten haben die Fondsbranche hart getroffen. Auch bei Allianz Global Investors (AGI), der Fondstochter des deutschen Versicherungsriesen Allianz, ist das operative Ergebnis eingebrochen. AGI-Chef Joachim Faber rechnet mit einem "schwierigen Jahr".

LONDON. Auch die Fondstochter des deutschen Versicherungsriesen Allianz kann sich den Folgen der Finanzkrise nicht entziehen. Nachdem Allianz Global Investors (AGI) in den vergangenen Jahren zweistellige Wachstumsraten erzielte, brach das operative Ergebnis im vergangenen Jahr um knapp ein Drittel auf 904 Mio. Euro ein. Das Nettoergebnis schrumpfte um 22 Prozent auf 369 Mio. Euro. Für 2009 sagt AGI-Chef Joachim Faber erneut ein „schwieriges Jahr“ voraus.

Die Verwerfungen an den Finanzmärkten haben die Fondsbranche hart getroffen. Das Jahr 2008 dezimierte das weltweit verwaltete Vermögen um knapp ein Drittel. Was die Wertverluste an den Märkten nicht wegfraßen, entrissen ihnen die Anleger, die zeitweilig panisch Milliarden von Euro aus Fonds abzogen.

Auch Allianz Global Investor hatte im vergangenen Jahr mit Abflüssen zu kämpfen. Das verwaltete Vermögen fiel von 970 auf 920 Mio. Euro ab. Dennoch konnte sich die Allianz-Tochter an die Spitze der Liste der weltweit größten aktiven Fondsmanager setzen und damit die Konkurrenten Blackrock und Fidelity auf die Plätze verweisen. „Der Grund dafür ist, dass unsere Konkurrenten noch mehr verwaltetes Kapital verloren haben als wir“, erläuterte Faber.

Für 2009 rechnet der Fondschef mit einer Fortsetzung der Konsolidierung in der Branche. Vor allem viele kleinere Spieler müssten sich in der Krise in stärkere Arme flüchten. Bereits im vergangenen Jahr zählte die internationale Investmentbank Jefferies Putnam Lovell 217 Übernahmen in der Fondsbranche – die zweithöchste Zahl in der Geschichte. Zwei Bill. Dollar an Vermögenswerten wechselten dabei den Besitzer. Höhepunkte waren der Erwerb der Lehman-Vermögensverwaltung durch eine Investorengruppe und der Kauf von Teilen der Credit-Suisse-Vermögensverwaltung durch Aberdeen. AGI selbst schluckte Cominvest, die Fondsgesellschaft der Commerzbank.

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