Globalfonds mit guter Performance: Rohstoffe und Asien-Aktien bringen die Gewinne

Globalfonds mit guter Performance
Rohstoffe und Asien-Aktien bringen die Gewinne

Einen besseren Start hätte sich Edouard Carmignac kaum wünschen können. Gleich im ersten Jahr, in dem der in seiner Heimat Frankreich sehr populäre Vermögensverwalter seine aus insgesamt 15 Angeboten bestehende Fondspalette auch in Deutschland aktiv vertreibt, macht diese durch eine exzellente Performance auf sich aufmerksam.

HAMBURG. Sein Erfolg besteht sowohl in absoluten Zahlen als auch im Vergleich zu direkten Mitbewerbern. Das gilt insbesondere für eines der Flaggschiffe, den 1,3 Mrd. Euro schweren Carmignac Investissement. Der global anlegende Aktienfonds erzielte 2005 ein Plus von 48,74 Prozent und ließ damit die bekanntesten Vertreter dieser Kategorie, Templeton Growth (20,90 Prozent) und DWS Vermögensbildungsfonds I (22,09 Prozent), weit hinter sich. Besser war nur Andrew Dalrymple von der schottischen Gesellschaft First State, dessen Global Opportunities Fund 61,11 Prozent zulegte.

Die Basis für Carmignacs Erfolg legte die bereits vor einigen Jahren vollzogene strategische Entscheidung, Investitionen in Schwellenländern und Rohstoff-Titeln deutlich überzugewichten. Zusammen machten diese beiden Schwerpunkte 2005 streckenweise mehr als 60 Prozent des Fondsvermögens aus. Auch wenn Carmignac Energiewerte wie Transocean, Smith International oder Petrobras im zweiten Halbjahr etwas reduzierte, gehören sie nach wie vor zu den größten Positionen. "Der Energiesektor wird sich auch 2006 überdurchschnittlich entwickeln", gibt sich der seit 1972 aktive Vermögensverwalter überzeugt. Zwar dürfte der Verbrauch in den Industrieländern rückläufig sein, dies werde aber durch Schwellenländer wie China mehr als ausgeglichen. In Südostasien und Lateinamerika favorisiert Carmignac derzeit vor allem inlandsorientierte Unternehmen, weil diese "weniger anfällig gegenüber einer Pause des globalen Wachstums" seien.

Anders als Carmignac setzt First-State-Manager Dalrymple nicht so sehr auf langanhaltende Trends, sondern sucht - ganz im Sinne des Fondsnamens "Opportunities" - nach sich kurzfristig ergebenden Gelegenheiten. In der ersten Jahreshälfte 2005 fand er diese vor allem in Südostasien: Zeitweise machte diese Region knapp 50 Prozent seines Portfolios aus. In der zweiten Jahreshälfte rückten dann japanische Titel in den Mittelpunkt, denen Dalrymple trotz der jüngsten Rückschläge auch 2006 eine überdurchschnittliche Entwicklung zutraut. Daneben baute er in den vergangenen Monaten sukzessive den USA-Anteil aus. "Die Phase der Zinssteigerungen geht ihrem Ende entgegen, und angesichts steigender Firmengewinne bei seitwärts laufenden Aktienkursen ist der Markt deutlich billiger als noch vor einigen Jahren", argumentiert Dalrymple und setzt vor allem auf wachstumsstarke Nischenanbieter wie Evergreen Solar oder den Spielzeughersteller Build-a-bear.

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