Goldaktien
Fondsprofis sehen weiteres Potenzial

Für Goldfonds war das Marktumfeld im Oktober und November hervorragend: Allein der schwache Dollar ließ den Goldpreis von 550 auf 650 Dollar je Feinunze klettern. Am meisten profitierte davon die Euro-Variante des LODH Invest World Gold Expertise, der allein im November ein Plus von 10,49 Prozent verbuchte.

HAMBURG. Auch über zwölf Monate kann sich die Wertentwicklung des von der Schweizer Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch aufgelegten Fonds mit einem Plus von 49,89 Prozent sehen lassen. „Die Übergewichtung des kanadischen Marktes hat sich ebenso ausgezahlt wie die Untergewichtung Südafrikas“, erläutert LODH-Manager Robert Chardon, der den Fonds gemeinsam mit Sebastien Gyger und Cyrille Urfer betreut. „Der Fonds profitierte zudem von der hohen Gewichtung erfolgreicher kleiner und mittelgroßer Unternehmen“, ergänzt Chardon.

Generell setzt das Manager-Trio bevorzugt auf Nebenwerte im Goldsektor, wobei vor allem Unternehmen in der Entwicklungs- und Produktionsphase zu ihren Favoriten zählen. „Diese Gesellschaften bieten in der aktuellen Marktsituation das beste Rendite-Risiko-Profil“, erläutert Chardon. Er sieht gute Chancen, dass sein Fonds auch in den kommenden Monaten ähnlich erfolgreich abschneidet: „Wir erwarten, dass der Aufwärtstrend beim Goldpreis unter anderem wegen der steigenden Produktionskosten bei Goldminen auch 2007 anhalten wird.“

Ähnlich optimistisch gibt sich Alfred Grusch, Manager des bislang unter dem Namen Capital Invest Gold Stock firmierenden Pioneer Funds Austria – Gold Stock. „Der Goldpreis liegt trotz des jüngsten Höhenflugs noch immer unter den historischen Höchstständen“, erläutert Grusch. Angesichts der niedrigen Realzinsen rechnet er ebenfalls mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises. „Für Gold-Investments spricht zudem das enorme Nachholpotenzial Chinas, dessen Anteil an der weltweiten Nachfrage derzeit erst bei sieben Prozent liegt“, so Grusch.

Anders als das Manager-Trio des LODH-Fonds setzt der Pioneer-Mann bevorzugt auf die mittleren bis großen Unternehmen der Branche und investiert lediglich bis zu 30 Prozent des Fondsvermögens in spekulativere kleine Unternehmen aus dem Explorationssegment. „Angesichts zahlreicher Erfolgsmeldungen schnitten derartige Titel in diesem Jahr zwar sehr gut ab, aufgrund ihrer oft geringen Liquidität sollte ihre Gewichtung im Portfolio die genannten 30 Prozent jedoch nicht überschreiten", erläutert Grusch.

Das mit 21,28 Prozent im Sektorvergleich schwache Abschneiden seines Fonds beunruhigt ihn nicht: „Gegenüber dem FT- Gold-Index auf Euro-Basis verzeichnete der Fonds zum Stichtag 30. November eine um zehn Prozentpunkte höhere Wertentwicklung.“

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