Goldman Sachs sieht wachsende Bedeutung von Gold, Rohöl und Co. als Risikostreuung
Angebot an Rohstoff-Zertifikaten steigt

Nach rund drei Jahren Preishausse beginnen sich Rohstoffe langsam einen Platz in den Anlegerdepots zu erobern. Das ist auch abzulesen an der immer breiter gefächerten Palette an Zertifikaten auf die so genannten "Commodities". Neue Produktoffensiven kommen jetzt von der niederländischen ABN Amro Bank und der französischen Société Générale. Aber nicht nur Gewinnchancen reizen zum Einstieg.

HB FRANKFURT/M. Experten aus dem Hause Goldman bescheinigen den Rohstoffen auch immer höhere Bedeutung als risikomindernde Anlageklasse im Wertpapierdepot.

Den einfachsten Zugriff auf Rohstoffe bieten Privatanlegern Zertifikate. Sie spiegeln in ihrer Grundvariante die Preisentwicklung eines bestimmten Rohstoffes, eines Korbes von Rohstoffen oder eines Rohstoff-Index im Verhältnis 1 : 1 wider. Die aktuellen Emissionen und darüber hinaus gehende Pläne illustrieren, dass die Emittenten der Zertifikate noch bestehende Lücken in den Angebotspaletten zu schließen beginnen. Derzeit konzentriert sich der Zertifikatehandel auf die Börse Frankfurt und die auf Derivate spezialisierte Euwax in Stuttgart.

Auf der Produktanbieterseite sind Häuser wie Deutsche Bank oder Goldman vertreten, immer stärker aber auch Société Générale (SocGen) und ABN Amro. Sie decken beispielsweise einen Großteil von Edel- und Industriemetallen sowie den Energiebereich mit Zertifikatsprodukten ab. Dazu gehören beispielsweise Gold, Platin, Kupfer, Nickel und Erdöl.

Zu den kreativsten Anbietern zählt die Frankfurter Niederlassung von ABN Amro. Sie emittierte vor kurzem Zertifikate auf Gas und erweiterte auch ihr Angebot zu den branchenweit völlig vernachlässigten Agrarprodukten, indem sie die Palette um Orangensaft und Sojabohnen bereicherte. "In drei Wochen können die Anleger auch Mais und Baumwolle handeln", kündigt ABN-Amro-Mann Stefan Gresse an.

Bald sollen die Anleger noch weit Exotischeres an der Börse ordern können. "Wir wollen die Fleischmärkte erschließen, kommen in etwa zwei Monaten mit Zertifikaten auf Schweinehälften, Rinder und Geflügel", kündigt Gresse an. Das sei aber weniger für Anleger als eher für spekulative Trader interessant, die starkes Interesse an solchen Offerten bekundet hätten.

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