Goldminenaktien
Krisenwährung gewinnt an Glanz

"Subprime-Krise lässt Gold glänzen", schrieben die Analysten der Commerzbank in der vergangenen Woche über ihren täglichen Bericht zu den Rohstoffmärkten. Tatsächlich fiel die jüngste Aufwärtsbewegung des Goldpreises und der Aktienkurse großer Goldproduzenten zusammen mit den Meldungen über eine sich zuspitzende Krise am US-Hypothekenmarkt.

Das Problem fauler Kredite beschränkt sich inzwischen nicht mehr auf Schuldner schlechter Bonität (subprime). Unter Zahlungsausfällen leiden mittlerweile auch erstklassige (prime) Anbieter wie der größte US-Immobilienfinanzierer Countrywide Financial.

Hedgefonds geraten in Schieflage, weil der Wert der Kreditpapiere in ihren Portfolios stark fällt. Banken haben massenhaft Kredite in komplizierte Spezialanleihen gepackt und an Hedgefonds weiterverkauft. Damit sind die Banken nicht aus dem Schneider, gehören sie doch zu den wichtigsten Kreditgebern und Investoren der Hedgefonds. Wegen der großen Intransparenz in diesem Winkel der Finanzwelt wachsen die Sorgen vor größeren Problemen im Finanzsystem. Früher flüchteten in solchen Situationen Anleger oft in Gold.

Doch auch ohne Crash gehören Gold und Minenunternehmen mit hohen Goldreserven wieder zu den Favoriten, auch aus Sicht der Charttechnik. Um die Kreditklemme zu lösen und die negativen Folgen der Hypothekenkrise für die Wirtschaft abzufedern, wird die Notenbank der USA - vermutlich auch die EZB - die Geldschleusen weiter öffnen, was die Inflationsrisiken wieder aufleben ließe. Auch dann wäre Gold attraktiv.

Besonders stark von einem Anstieg des Goldpreises profitieren unter den Goldproduzenten diejenigen, die sich nicht oder nur gering gegen einen fallenden Goldpreis abgesichert haben. Die 15 wichtigsten enthält der Index Amex Gold Bugs. Auf dieses Goldbarometer können Anleger mit riskanten Calls, mit einem Indexzertifikat und inzwischen auch mit einem preisgünstigen börsennotierten Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF) setzen.

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