Graham French
„Der Superzyklus kann 20 bis 30 Jahre halten“

Der globale Aktienfonds M&G Global Basics zählt zu den Besten seiner Klasse. Warum sein Manager einen Superzyklus bei Rohstoffen und Agrarwerten ortet und eine Ausweitung der Unruhen in Arabien befürchtet.
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Sie managen den weltweit investierenden Aktienfonds M&G Global Basics seit etwa zehn Jahren und haben für Ihre Kunden seither rund 9,4 Prozent Rendite per anno erzielt. Der Vergleichsindex MSCI World bewegte sich dagegen in diesem Zeitraum kaum. Was war Ihr Trick?

Wir zaubern nicht, wenn Sie das meinen. Wir wollen ein Fonds für jedermann sein. Deshalb machen wir nichts, was unsere Kunden nicht ruhig schlafen lässt. Wir sind ein klassischer Aktienfonds und investieren langfristig in solide Unternehmen mit einer klaren Geschäftsidee. Wir kaufen keine Derivate und haben keine mysteriösen Investmentinstrumente im Depot. Wir sind einfach nur klassische Stock Picker und stets in 50 bis 70 Titel investiert, die an etablierten Börsen gelistet sind.

Nach hohen Verlusten in der Finanzkrise erzielten Sie 2009 und 2010 jeweils mehr als 30 Prozent Performance  für Ihre Anleger. Was erwarten Sie für das Gesamtjahr 2011?

2011 ist kein 30-Prozent-Jahr. Es wird schwierig. Denn die geopolitischen Risiken sind groß. Anleger können unterm Strich mit fünf bis zehn Prozent zufrieden sein.

Wie beeinflussen die Ereignisse in Japan Ihre Strategie?

Die Aktienmärkte sind nach dem Erdbeben weltweit gefallen, vor allem weil eine Nuklearkatastrophe in Fukushima befürchtet wird. Das hätte weitreichende Konsequenzen. Doch ihr Einfluss auf den M&G Global Basics Fund ist begrenzt. Der Fonds hält derzeit zwei Positionen, die an der Börse Tokio gelistet sind. Wir sind zu knapp einem Prozent in den Biogetränkehersteller Yakult Honsha und zu 1,6 Prozent in die Kirin Brewery investiert. Beide Unternehmen sind natürlich von den Auswirkungen betroffen – doch immerhin war Japan bereits vor dem Unglück gegenüber dem Vergleichsindex um 8,2 Prozent untergewichtet.

Aber durch das Unglück hat sich die Stimmung an den Weltmärkten verschlechtert…
Das schlechtere Sentiment wirkt derzeit auf einige Fondspositionen, die sensibel auf ökonomische Verschlechterungen reagieren, vor allem auf die Minengesellschaften. Doch der Effekt wird abgemildert durch die Kursstärke der defensiven Titel im Fondsportfolio, vor allem im Konsumbereich. Wir werden natürlich die weitere Entwicklung verfolgen. Aber wir sind überzeugt, dass es sich vor allem lohnt, darauf zu achten, dass die Basics bei den Unternehmen stimmen. Unserer Meinung nach beeinflusst das vor allem, inwieweit Werte für den Anleger geschaffen werden können und damit eine höhere langfristige Performance erreicht wird.

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