Größtes Emerging-Markets-Portfolio tut sich schwer
Rating des Fonds von Capital wackelt

Die Fonds-Researchfirma Feri Trust prüft die Herabsetzung der Bewertung des Capital International Emerging Markets Funds. Ob das Rating des über drei Milliarden schweren Schwellenbörsenfonds der renommierten US- Firma Capital International tatsächlich von der durchschnittlichen Note „(C)“ auf ein unterdurchschnittliches „(D)“ gesenkt wird, ist noch nicht entschieden - aber denkbar.

HB FRANKFURT/M. „Bei der Bewertung betrachten wir Fünfjahres-Zeiträume, und die guten Perioden des sehr offensiv anlegenden und größten Emerging- Markets-Fonds aus dem Jahr 1999 fallen jetzt langsam weg“, sagt Lars Kolbe, Leiter Fondsresearch bei Feri. „Außerdem hat der Fonds im laufenden Jahr unterdurchschnittlich abgeschnitten.“ Das Haus Capital International habe aber einen ausgezeichneten Ruf und sei weltweit der größte Anbieter von Emerging- Markets-Portfolios.

Die Beobachtungsliste ist ein exklusiver monatlicher Service des Handelsblatts und dient als Frühwarnsystem für mögliche künftige Bewertungsveränderungen. In der Tabelle werden außerdem die Gründe für mögliche Veränderungen der Einstufungen genannt: Verbesserungen oder Verschlechterungen bei der Performance bzw. bei Risiko sind in der Kommentarspalte durch die Kürzel „P+“, „P-“ (wie beim Fonds von Capital International) bzw. „R+“ oder „R-“ gekennzeichnet.

Die Übersicht über Fonds mit markanten Rating-Veränderungen ist ein zweiter exklusiver monatlicher Service für Handelsblatt-Leser. Sie bietet eine Aufzählung aller in Deutschland zugelassenen Produkte, bei denen sich die Bewertung im aktuellen Zwölfmonatsrückblick (Mai 2003 bis Mai 2004) um mindestens zwei Klassen verändert hat.

Die Bewertungen sind eine Orientierungshilfe bei der Produktwahl innerhalb der gleichen Anlagegruppe. Ratings von Produkten aus verschiedenen Anlagegruppen sind nicht vergleichbar.

Zur Notengebung: Die Feri-Strategen bilden in den wichtigsten Fondsgruppen fünf Qualitätsstufen auf einer Skala von „(A)“ für sehr gut bis „(E)“ für schwach. Die Gesamtnote wird zu 70 Prozent durch die Ergebnisse der Performanceanalyse und zu 30 Prozent durch die Resultate der Risikoprüfung bestimmt. Bei der Performanceanalyse ist sowohl das Abschneiden gegenüber dem Vergleichsindex als auch gegenüber den Konkurrenzprodukten wichtig.

In einigen Anlagegruppen vergibt die Analysefirma keine Ratings. Das gilt beispielsweise für die ohnehin nur gering im Wert schwankenden Geldmarktfonds, aber auch für die teilweise sehr unterschiedliche Strategien verfolgenden gemischten Fonds.

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