Große Häuser wollen eigenes Asset-Management aufbauen oder ausländische Expertise anbieten
Hedge-Funds bereiten sich auf Start in Deutschland vor

Noch sind nicht alle rechtlichen Details für den Start der Hedge-Funds zu Jahresanfang festgezurrt. Aber eines ist bereits klar: Viele internationale bekannte Häuser wollen auf dem neuen Markt in Deutschland mitmischen, der schon im ersten Jahr ein Volumen von bis zu 10 Mrd. Euro erreichen könnte. In dieser Größenordnung liegen laut einer Handelsblatt-Umfrage optimistische Schätzungen (Tabelle).

FRANKFURT/M. Die Zulassung von Hedge-Funds – die im Gegensatz zu traditionellen Investmentfonds mehr Handlungsfreiheit in der Anlagepolitik haben – ist Teil des Investmentmodernisierungsgesetzes, dass den Finanzplatz Deutschland im internationalen Wettbewerb nach vorne bringen soll. Die heimischen Investmentgesellschaften wollen diese Produkte teilweise selbst anbieten und dazu eigenes Know-how schaffen. Dabei können einige auf konzerneigene Expertise im Ausland zurückgreifen, wie etwa im Fall der Allianz und ihrer Sparte Allianz Hedge Fund Partners. In anderen Fällen lassen sie Hedge-Funds-Manager von spezialisierten Firmen im Ausland auswählen und bieten deren Expertise in so genannten Single Hedge-Funds oder im Rahmen von Dachfonds an. So arbeiten etwa Union Investment und die schweizerische Partners Group zusammen.

Zu den weltweit großen Spielern zählt die Man Group mit einem verwalteten Vermögen von umgerechnet rund 27 Mrd. Euro. „Wir werden in Deutschland für institutionelle Kunden alle Strategien anbieten, für private Produkte mit Strategie-Mischungen“, erklärt Andreas Benz, bei Man zuständig für den Vertrieb in Deutschland und Österreich. Eine zweite Top-Adresse sieht „die größten Chancen vor allem bei vermögenden Privaten, im Private Banking, das legt auch die Historie dieses Geschäftes nahe“. Das sagt Doreen Mallon, Geschäftsführerin der deutschen Vertriebseinheit von GAM, die unter dem Dach von UBS insgesamt rund 12,3 Mrd. Euro in Hedge-Funds verwaltet.

Viele Gesellschaften billigen dem deutschen Markt Aufholpotenzial zu, da die weltweit 700Mrd. $ schwere Hedge-Funds-Branche bisher nicht auf dem heimischen Parkett residiert. „In Deutschland gehen wir von Steigerungsraten bei den Vermögenswerten von 20 bis 30 Prozent pro Jahr in den ersten Jahren aus, danach von fünf bis zehn Prozent“, schätzt beispielsweise Jan von Bassewitz, Geschäftsführer von Auda in Deutschland.

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