Großer Kapitalbedarf der Wirtschaft
Private-Equity-Anleger zieht es nach China

Venture-Capital-Firmen aus dem Silicon Valley und globale Buyout-Firmen haben längst ihre Flüge gebucht. Ihre Ziele liegen in China. Angelockt werden sie von der Aussicht, in die viel versprechenden Märkte des Landes zu investieren – sei es in Konsumgüter, Industriegüter oder Technologie. Einige große Häuser wie die Carlyle Group haben sogar bereits Dependancen in China eröffnet.

HB DÜSSELDORF. Ein Blick auf die Zahlen zeigt warum: Die chinesische Volkswirtschaft verdoppelt sich alle zehn Jahre, der Export ist von 10 Mrd. Dollar im Jahr 1970 auf 326 Mrd. Dollar im Jahr 2002 gestiegen. Auch die Nachfrage der Verbraucher innerhalb des Landes explodiert. Die Zahl der Mobilfunknutzer erhöht sich monatlich um sieben Millionen. Schon jetzt telefonieren etwa 300 Mill. Chinesen mit dem Handy. Allein die Investitionen in Venture Capital haben sich zwischen 2002 und 2003 von 420 Mill. auf 990 Mill. Dollar mehr als verdoppelt.

Neben dem schnellen Wachstum gibt es noch weitere Faktoren, die China aktuell zu einem attraktiven Ziel für Investoren machen. Der Eintritt Chinas in die Welthandelsorganisation WTO hat die Marktöffnung für ausländische Wettbewerber beschleunigt.

Erstmals ist es jetzt möglich, die Stimmrechtsmehrheit an chinesischen Unternehmen an Ausländer zu verkaufen; auch in anderen Punkten wurde das Regelwerk für ausländische Investitionen vereinfacht. Die chinesische Regierung beginnt, Staatsunternehmen zu verkaufen. Dies wird die Behörden noch lange beschäftigen, denn immerhin sind rund 340 000 Gesellschaften im Angebot. Für Investoren bedeutet das eine riesige Chance. Allerdings bescheinigen Experten wenigen dieser Unternehmen wirkliches Potenzial, am Markt bestehen zu können. Angesichts des Wachstumsmarktes brauchen jedoch auch viele private Unternehmen Kapital, um ihre Expansion zu finanzieren. Auch hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Investoren. Zwar sind viele Wirtschaftszweige in China aussichtsreich, die wirklich attraktiven Branchen für Buyout-Deals sind jedoch solche, in denen kürzlich Märkte geöffnet und dereguliert wurden. Dazu zählen beispielsweise Finanzdienstleistungen, die verarbeitende Industrie, Tourismus und Telekommunikation. Venture-Capital-Anleger schauen zudem auf die Technologie- und Medienmärkte, die schnell wachsen und über großen Kapitalbedarf verfügen.

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