Großteil der Gelder fließt in fernen Osten: Asien ist der Liebling der Fondsmanager

Großteil der Gelder fließt in fernen Osten
Asien ist der Liebling der Fondsmanager

Die Schwellenländer-Profis stellen insbesondere Südkorea ins Zentrum ihrer Aktivitäten.

HB/vwd FRANKFURT/M. Auch im neuen Jahr sollen attraktive Bewertungen und ein gutes Wirtschaftsumfeld den Managern für Emerging-Markets-Fonds eine gute Wertentwicklung bescheren. Das glauben die erfolgreichen Strategen. Ein gute Performance lieferte vor allem der Vitruvius Emerging Markets Portfolio (EUR) B ab: Mit einem Plus von 70,41 % führt er die Jahresbilanz 2003 der weltweit investierenden Schwellenländer-Aktienfonds mit großem Vorsprung an.

Profitiert habe der Fonds vor allem von seiner starken Ausrichtung auf Asien, sagt Antonio Lorenzotti, Executive Director von Belgrave Capital Management (BCM) in London, die den Fonds managt. Als Berater fungiert Richard Chevenix-Trench von Sloane Robinson Investment Management.

Auch aktuell sind laut Lorenzotti zwischen 60 und 70 % der Fondsgelder in Asien investiert. Interessant sind nach Ansicht von BCM vor allem Titel aus den Bereichen Finanzen, Kommunikation und Rohstoffe. Südkorea mit 17 % Anteil am Fondsvermögen sowie Indien werden als größte Länderpositionen genannt, gefolgt von Thailand.

Die Positionen in Indien und Thailand von jeweils rund 10 % könnten sich nach Ansicht von Gerd Bennewirtz, unabhängiger Fondsberater aus Korschenbroich, allerdings als „Ballast“ für den Fonds erweisen. Indische Werte seien 2003 bereits um fast 50 % gestiegen, thailändische gar um über 100 %. „In Indien und in Thailand baut sich allmählich ein Rückschlagpotenzial auf“, betont er.

Südkorea steht ebenfalls auf der Favoritenliste bei Jonathan Neill von Fabien Pictet & Partners. Neill betreut für Oyster, die Fondstochter der Schweizer Bank Syz, den Oyster FPP Emerging Markets EUR, der mit einem Plus von 49,19 % den zweiten Platz im Konkurrenzvergleich belegt. Das Land ist mit 28 % sehr prominent im Fonds vertreten. Neill wittert Aufwärtspotenzial, weil er mit einer Rückkehr der inländischen Investoren an den seiner Meinung nach niedrig bewerteten Markt rechnet. Die Thailandquote habe er auf über 16 % aufgestockt. Der Fonds hat nur 3 % Cash, während die Barmittel beim Vitruvius- Produkt bei satten 17 % liegen.

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