Grundbesitz Invest
DB Real Estate schließt Sanierung ab

Der offene Immobilienfonds Grundbesitz Invest der Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate steht ein Jahr nach der Wiederöffnung mit großem Abstand an der Spitze seiner Vergleichsgruppe. Die Analyseagentur Feri weist per Ultimo März einen unüblich starken Wertzuwachs aus.

HAMBURG. Welch ein Comeback: Nachdem die Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate Ende 2005 mit der vorübergehenden Schließung ihres offenen Immobilienfonds Grundbesitz Invest die gesamte Branche in Aufruhr versetzte, steht der Fonds genau ein Jahr nach der Wiederöffnung mit großem Abstand an der Spitze seiner Vergleichsgruppe. So weist die Bad Homburger Analyseagentur Feri per Ultimo März einen Wertzuwachs von 16,44 Prozent aus - ein für offene Immobilienfonds unüblich starkes Ergebnis.

"Der Verkauf von 61 deutschen Immobilien Ende vergangenen Jahres bescherte dem Fonds angesichts hoher Verkaufserlöse allein im Zeitraum zwischen dem 14. Dezember und dem 1. März ein Plus von mehr als zehn Prozent", begründet DB Real-Estate-Geschäftsführer Holger Naumann das Ergebnis. Begleitet wurde der Verkauf des Immobilienpakets von einem Ausgabe-Stopp für neue Fondsanteile, der erst am 12. März dieses Jahres wieder aufgehoben wurde: "Damit wollten wir sicherstellen, dass es nicht zu hohen Mittelzuflüssen spekulativer Investoren kommt. Der aus dem Verkauf resultierende Wertzuwachs sollte ausschließlich bereits investierten Anlegern zugute kommen", sagt Naumann.

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Nach Einschätzung von Thomas Lorzinski lag die Fondsgesellschaft mit dieser Maßnahme richtig: "Die Schließung Ende 2005 war aus unserer Sicht übertrieben und absolut unnötig, der jüngste Ausgabestopp hingegen gerechtfertigt", sagt der Geschäftsführer der Bremer Vermögensverwaltung Nordtreuhand. Den jüngsten Abbau des Deutschland-Anteils im Grundbesitz Invest von zuletzt 59 auf nunmehr 14 Prozent begrüßt Lorzinski ebenfalls. "Wir sehen für regional breiter aufgestellte Fonds die besseren Marktchancen." Zudem seien Fonds mit hohem Auslandsanteil generell steuerlich interessanter. "Bei einem reinen Deutschland-Fonds müssen im Schnitt rund 65 Prozent der Erträge versteuert werden, bei Auslandsfonds sind es dagegen durchschnittlich 25 Prozent", sagt Lorzinski. Er gibt deshalb dem derzeit auf Rang zwei seiner Vergleichsgruppe liegenden Grundbesitz Global den Vorzug vor dem demnächst unter Grundbesitz Europa firmierenden Schwesterprodukt: "Der Globalfonds bietet unserer Ansicht nach mittelfristig ein Wertzuwachs-Potenzial von im Schnitt rund fünf Prozent jährlich, beim Grundbesitz Invest erwarten wir dagegen etwa vier Prozent."

Zu den Top-Empfehlungen ihrer Kategorie zählen die beiden Fonds der DB Real Estate Lorzinski zufolge jedoch nicht: "Die Fondsgesellschaft hat mit ihren jüngsten Aktivitäten zwar wieder Vertrauen zurückgewinnen können, wir bevorzugen jedoch eher Fonds mit kürzerer Historie wie den Weltfonds von TMW Pramerica oder den Morgan Stanley P2 Value."

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