Grundinvest verkauft Bürogebäude
Immobilienfonds von Kanam füllt die Kasse

Der offene Immobilienfonds Kanam Grundinvest hat den Bürokomplex „Haagse Port“ in Den Haag für 203 Mill. Euro verkauft. Dabei sei binnen dreizehn Monaten ein Verkaufsgewinn von 40,6 Mill. Euro erzielt worden, teilte die Investmentgesellschaft Kanam mit.

rrl DÜSSELDORF. Kanam nimmt seit 19. Januar keine Anteile mehr für den Grundinvest zurück. Dem Fonds drohte ein Liquiditätsengpass, nachdem die Fondsratingagentur Scope den Verkauf dieses und des gleichfalls eingefrorenen Schwesterfonds US-Grundinvest empfohlen hatte. Beide sollen Mitte April wieder geöffnet werden. Nach der Veräußerung der Immobilie in den Niederlanden summieren sich die Verkäufe des Fonds auf mehr als 1,5 Mrd. Euro. Nach Auskunft von Unternehmenssprecher Michael Birnbaum wurden sämtliche Gebäude nicht nur mit Gewinn, sondern auch zu Preisen über den von unabhängigen Gutachtern festgestellten Preisen verkauft. In Marktkreisen war am Dienstag zu hören, dass außerdem der Verkauf einiger US-Immobilien unmittelbar bevorstehe.

Zur aktuellen Fremdfinanzierungs- und Liquiditätsquote des zurzeit 2,6 Mrd. Euro schweren Grundinvest machte Kanam keine Angaben. Die Fremdfinanzierungsquote werde 50 Prozent deutlich unterschreiten, sagte Birnbaum. Die Liquiditätsquote soll vor der vollständigen Öffnung die Quote von 22 Prozent übersteigen. Vor der Beendigung der Anteilsrücknahmen hatte der Fonds eine Fremdkapitalquote von knapp 49 Prozent und lag damit nahe am Limit von 50 Prozent. Da Fonds mit Wechselkursrisiken verbundene Investitionen überdurchschnittlich hoch durch Kredite belasten, dürfte der Verkauf der Londoner Immobilie die Fremdfinanzierungsquote überproportional entlasten.

Scope-Analystin Alexandra Merz will eine Neubewertung der Fonds erst vornehmen, wenn die Wirkung der Verkäufe auf diese beiden Quoten feststeht. Scope wird Ende April die neuen Ratings für offene Immobilienfonds veröffentlichen.

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