Günstig bewertet
Europäische Tech-Fonds gelten als aussichtsreich

Seit Jahren entwickeln sich Europas Börsen besser als die New Yorker Wall Street. Technologieaktien machen da keine Ausnahme. Daher ist es kaum verwunderlich, dass im Zwölf-Monats-Vergleich von 90 Technologiefonds auf europäische Unternehmen spezialisierte Fonds weit vorn liegen. Spitzenreiter ist der UBS (Lux) Equity European Small Technology.

HAMBURG. Der Spitzenreiter UBS (Lux) Equity European Small Technology, der per Ende Juli trotz der Marktturbulenzen einen Wertzuwachs von 42,60 Prozent ausweist, investiert sogar noch focussierter: UBS-Manager Frank Elze nimmt zu über 80 Prozent kleinere deutsche Tech-Werte ins Depot.

"Firmen wie Kontron oder Software AG profitieren weiter von einer robusten Konjunktur, die Unternehmen zu IT-Investitionen zwingt", sagt Elze. Bei Solartiteln wie Q-Sells oder Solarworld, die zum positiven Abschneiden beitrugen, hat er jedoch wegen der gestiegenen Bewertungen und möglicher Überarbeitungen des Energieeinspeisegesetzes zum Teil Gewinne mitgenommen.

Im JP Morgan Europe Technology auf Rang drei machen deutsche Unternehmen derzeit knapp 20 Prozent des Fondsvermögens aus, wobei die größte Position Siemens den beiden Fondsmanagern Jon Ingram und John Baker seit einigen Wochen nur wenig Freude bereitet. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie aber immer noch mit mehr als 15 Prozent im Plus, und auch zwischenzeitlich eingefahrene Verluste mit dem Münchener Netzwerk-Spezialisten Adva Optical Networking wurden durch überdurchschnittliche Gewinne in anderen Bereichen mehr als ausgeglichen. "Sehr gut haben sich zum Beispiel der schwedische Börsenbetreiber OMX, der niederländische Kabelproduzent TKH oder auch Vodafone entwickelt", sagt Ingram.

Generell hält der Fondsmanager europäische Technologiewerte weiter für aussichtsreich. "Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 sind sie deutlich günstiger bewertet als amerikanische oder japanische Titel mit je 19", sagt er. Telekomwerte, die im Vergleichsindex Morgan Stanley Eurotec überhaupt nicht vertreten sind, hat Ingram mit knapp neun Prozent gewichtet. "Firmen wie France Telekom verfügen über viel Substanz und entwickeln sich seit einiger Zeit wieder besser als der breite Markt", begründet er. Sowohl die Bewertung einer Aktie als auch ihr Momentum sind für ihn wichtige Kaufkriterien.

Auch Daniel Schär sieht Europas Technologieaktien im Vorteil. "Die Dynamik ist größer als in den USA", sagt der Analyst der Weberbank und nennt als Begründung das neue Segment der Umwelttechnologie, in dem europäische und speziell deutsche Unternehmen weltweit führend seien. Dennoch gibt Schär dem JP Morgan European Technology wegen des überzeugenden Stockpickings den Vorzug vor dem am Tec-Dax orientierten UBS-Produkt.

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