Günstige Einstiegsgelegenheit
Rohstofffonds halten Verluste in Grenzen

Nachdem die Preise für viele Rohstoffe in den vergangenen Monaten förmlich explodiert waren, kam es im Mai zu teils drastischen Korrekturen. Trotz dieses ungünstigen Marktumfelds gelang es einigen Managern von Rohstoff- und Energiefonds im vergangenen Monat, die Verluste zu begrenzen.

HAMBURG. Relativ glimpflich kam etwa der Dit-Rohstofffonds davon, der nur 3,47 Prozent verlor. Zum Vergleich: Im Durchschnitt büßten die in dieser Kategorie gelisteten Fonds 6,62 Prozent ein (Tabelle).

„Im Mai hat es sich ausgezahlt, dass wir nicht in spekulative Titel und schwankungsanfälligere Werte aus der zweiten Reihe investiert haben“, erläutert Dit-Managerin Ute Speidel, die sich auch im Zwölf-Monats-Vergleich sehr gut schlägt: Mit einem Wertzuwachs von 74,37 Prozent belegt der Dit-Rohstofffonds derzeit Rang drei.

Während manche Marktbeobachter Aktien aus dem Rohstoffsektor noch immer für zu teuer halten und daher mit weiteren Einbrüchen rechnen, gibt sich Speidel äußerst zuversichtlich: „Rohstoffaktien sind nun eher noch günstiger geworden.“ Angesichts eines robusten Wachstums der Weltwirtschaft und guter Konjunkturdaten aus China sei über die nächsten Jahre mit einer wachsenden Nachfrage nach Rohstoffen zu rechnen. Zudem bleibe das Angebot auf Grund der früher vernachlässigten Erweiterungsinvestitionen vorerst knapp.

Dieser Einschätzung pflichtet Evy Hambro bei. Der Manager des MLIIF World Mining von Merrill Lynch: „Es werden zwar weltweit neue Minenprojekte gestartet, doch es dauert Jahre, bis diese voll produzieren.“ Mit einem Plus von 76,14 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten liegt sein Fonds knapp vor dem Dit-Konkurrenten. Wie Speidel hält auch Hambro Rohstoffaktien nicht für überteuert und argumentiert mit einer anhaltend hohen Nachfrage aus China, die den Markt weiter beflügeln werde. „Der positive Trend für Rohstoffe wird sich noch lange fortsetzen“, stimmt Matthias Reinhardt zu. Der Geschäftsführer des Freiburger Finanzdienstleistungsinstituts Reinhardt & Foldenauer sieht derzeit ebenfalls keine Anzeichen für eine spekulative Blase im Rohstoffsektor. Kursrückschläge böten generell eine günstige Einstiegs- oder Nachkaufgelegenheit, allerdings sei auf Grund weiter möglicher Marktschwankungen ein Investment über Sparpläne empfehlenswert. Sein Favorit für den Rohstoffsektor ist der MLIIF World Mining: „Der Fonds profitiert vom hervorragenden Branchenwissen des Rohstoffspezialisten Evy Hambro“, so Reinhardt. Auch den Dit-Rohstofffonds hält er für eine gute Wahl, da er solide gemanagt werde und mit einem Volumen von 537 Millionen Euro leichter zu steuern sei als der 5,5 Milliarden Dollar schwere Fonds von Merrill Lynch.

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