Gute Perspektiven für Australien
Goldfonds bevorzugen Produktionsfirmen

Was die Volumina betrifft, ist der Vergleich der beiden Goldfonds-Klassiker PEH Q-Goldmines und MLIIF World Gold Mines von Blackrock eine klare Sache. Doch beim Performance-Vergleich profitiert PEH von einer hohen Gewichtung von Nebenwerten und Nickel-Produzenten.

HAMBURG. Der MLIIF World Gold Mines bringt mit einem verwalteten Vermögen von 4,2 Mrd. Euro gut das Hundertvierzigfache des lediglich 29 Mill. Euro leichten Fonds der PEH Wertpapier AG auf die Waage. Bei der Wertentwicklung dagegen wechseln die Positionen des öfteren: Im jüngsten Zwölfmonatsvergleich zum Beispiel liegt der PEH-Fonds mit einem Wertzuwachs von 12,97 Prozent mehr als zehn Prozentpunkte besser im Rennen. Unter insgesamt 13 Goldminenfonds mit deutscher Vertriebszulassung landet er damit auf Rang drei.

„Ich investiere bevorzugt in kleine bis mittelgroße Goldaktien, die sich in den vergangenen Monaten weitaus besser entwickelten als die großen Standardwerte“, kommentiert PEH-Fondsberater Martin Siegel das gute Ergebnis. Als weiteren Grund nennt er die hohe Gewichtung von Zink- und Nickelwerten: „Während der Schwäche des Goldmarkts in den vergangenen Monaten bin ich auf diese beiden Basismetalle ausgewichen, die zuletzt mit 30 Prozent gewichtet waren“, ergänzt Siegel. Die in diesen Bereichen gehaltenen Positionen habe er zuletzt jedoch deutlich zugunsten von Aktien großer Goldunternehmen abgebaut, die derzeit günstig zu haben seien.

Trotz der jüngsten Zukäufe von Branchenschwergewichten sind die Überschneidungen zum Portfolio des MLIIF World Gold Fund gering. So hält der PEH-Berater von den größten Positionen dieses Fonds lediglich Gold Fields und Barrick Gold. Anders als die MLIIF-Manager Graham Birch und Evy Hambro setzt er bevorzugt auf australische Minenwerte, während das Blackrock-Duo kanadische Aktien am höchsten gewichtet. „Australien ist ein kleiner Markt und liegt nicht im Fokus der Investoren, weshalb die Aktien trotz hervorragender Perspektiven günstiger sind“, begründet Siegel die hohe Gewichtung australischer Titel von 60 Prozent. Birch und Hambro sind dort mit nur 17 Prozent ihres Portfolios investiert.

Geteilter Ansicht sind Siegel und das Blackrock-Team auch in ihrer Einschätzung des Marktzyklus. Nach Ansicht von Birch spricht derzeit vieles für einen Rohstoff-Superzyklus, während Siegel diese Einschätzung für zu pauschal hält. „Die Teilmärkte entwickeln sich sehr unterschiedlich“, betont er. So seien beispielsweise Nickelwerte schon sehr heißgelaufen, während Goldaktien noch weit größeres Aufwärtspotenzial besäßen. Einig sind sich die Manager beider Fonds jedoch in einer Hinsicht: Sie ziehen Produzenten klar Explorationsunternehmen vor. „Die Managementleistung der produzierenden Unternehmen lässt sich anhand von Geschäftsberichten prüfen, während bei den Explorationsfirmen das Prinzip Hoffnung regiert“, sagt Siegel.

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