Gutes Wachstum
Verwalter erwarten trotz Krise gute Geschäfte

Internationale Geldverwalter erwarten in den kommenden Jahren gutes Wachstum ihres Geschäfts. Grund: Sie sehen bereits jetzt Einstiegschancen an den Kapitalmärkten. Gestützt werden die Meinungsäußerungen durch eine Umfrage unter Verwaltern anlässlich einer großen Branchenkonferenz in Barcelona.

ina FRANKFURT. "Viele der Börsen-Exzesse sind nach den Kursrückschlagen abgearbeitet, in China und Asien kann man jetzt mit Käufen beginnen", sagt etwa Bob Yerbury, Leiter von Invesco Perpetual. Gianluigi Constanzo, Chef von Generali Asset Management, empfiehlt: "Jetzt Unternehmensanleihen kaufen, später Aktien." Martin Gilbert gibt als Führungsmann von Aberdeen Asset Management grünes Licht ohne zeitliche Abfolge: "Aktien und Unternehmensanleihen sehen jetzt interessant aus."

Die - zumindest nach außen demonstrierte - Gelassenheit spiegelt sich auch in den Wachstumerwartungen der Beteiligten wider. Immerhin fast die Hälfte der Verwalter rechnet damit, dass ihr Vermögen in fünf Jahren mindestens 15 Prozent höher liegen wird als heute. Das Wachstum dürfte ihrer Einschätzung nach vor allem aus den asiatischen Märkten kommen. Davon geht mehr als ein Drittel der Verwalter aus. Jeweils knapp ein Viertel der Experten wittert die größten Potenziale bei Altersvorsorgeprogrammen beziehungsweise alternativen Investments.

Gleichzeitig dürfte die Kreditkrise das Anlageverhalten über die nächsten Jahre bestimmen. Fast jeder zweite Verwalter erwartet eine weiter zunehmende Risikoscheu der Investoren von einem schon jetzt hohen Niveau. Ebenso stark ist allerdings die Überzeugung, das die Krise den Trend zu Finanzinnovationen nicht bricht, sondern im Gegenteil eher stützt. Es verwundert daher nicht, wenn die Mehrheit der Anlagehäuser ihre größten Chancen bei den auf positive Erträge zielenden Absolute-Return-Fonds sowie bei den mit Terminmarktbausteinen arbeitenden strukturierten Produkten sieht.

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