Handelsblatt-Ranking
Welche Fonds am besten abschneiden

Als gäbe es keine Euro-Krise, verdienen Fonds mit deutschen Aktien im Portfolio derzeit prächtig. Und die Anleger können sich über üppige Gewinne freuen. Experten warnen allerdings vor dem nächsten Jahr.
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FrankfurtDas hätten nur wenige Fondsanleger zu Jahresbeginn zu träumen gewagt: Sie stehen heute trotz Krise fast alle mit Gewinnen gut da, teilweise bringen sie es sogar auf zweistellige Erträge. Aktienprodukte führen die Wertentwicklungshitliste für die ersten drei Quartale an. Und Depots für die heimischen Dividendenwerte sind die Spitzenreiter. Deutsche Aktienportfolios führen mit durchschnittlich 20,2 Prozent Wertgewinn. In diesem Segment liegt der "Deutschland-Invest" der LBB-Invest mit 27,4 Prozent an der Spitze. Nur Fonds für Rohstoffaktien und Immobilien liefern Verluste ab.

Die Bilanz basiert auf Daten des Fondsanalysehauses Feri Eurorating. Sie zeigt den durchschnittlichen Anlageerfolg aller zugelassenen rund 4.600 Fonds für 36 Schwerpunkte in den ersten drei Quartalen sowie die durchschnittliche Wertentwicklung der Fondsgruppen über fünf Jahre. Die Tabelle unten nennt die ertragreichsten Produkte für die zehn führenden Anlageschwerpunkte.

Der Blick auf die Hitliste vermittelt den Eindruck, als würde es Schuldenkrise und Euro-Probleme nicht geben. "Das ist auch der Draghi-Effekt, die EZB hat wie andere Notenbanken die Märkte mit Geld geflutet", sagt Feri-Analyst André Härtel. Außerdem beruhigte EZB-Chef Mario Draghi, indem er versprach, er werde alles zur Rettung des Euros tun. Das nahm vielen Anlegern ihre Sorgen. "Sie gingen gerade nach den Draghi-Bemerkungen im dritten Quartal wieder in Risiko-Anlagen - weltweit", erklärt der Feri-Mann.

Das Ergebnis: Aktienfonds liegen mit attraktiven Gewinnen vorne. "Die Anleger dürften weiter recht offensiv bleiben, denn jetzt kommen wir in die saisonal starke Phase für die Ökonomien", sagt Stewart Thomson, Chef-Volkswirt beim britischen Vermögensverwalter Ignis. Aber gleichzeitig warnt er: "Im nächsten Frühjahr oder Sommer dürfte es schwieriger werden, wenn etwa die Lage in Europa, ein geringeres Wirtschaftswachstum oder die Haushaltsprobleme in den USA wieder in den Fokus kommen."

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  • Richtig, hier gibts dazu einen Rechner, der die enormen Gebühren des Fondsmanagement transparent macht:

    http://www.fonds-etf.de/Vergleichsrechner_ETF-Fonds_zu_aktiven_Fonds?Zp=99

    Im übrigen zeigen alle Studien, dass die Fondsmanager es nicht schaffen den Index über einen längeren Zeitraum zu schlagen - sind also ihr Geld nicht wert. Die diesjährigen Gewinner können die Verlierer vom nächsten Jahr sein. Das hat nichts mit Managementleistung zu tun, sondern mit Glück!

  • Eine noch höhere Rendite ergibt sich, wenn man die Fonds ohne Ausgabeaufschlag kauft und sogar noch die Bestandsprovision des Vermittlers erhält! Die alte Kaufmannsregel "Im Einkauf liegt der Gewinn!" hat immer noch ihre Gültigkeit. Mache das schon seit 2 Jahren und freue mich regelmäßig über den "Zusatzertrag" :-)) Einfach bei Googel suchen mit "Kickback" und "Alpha".

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