Hebelprodukte im Aufwind
Finanzkrise bremst Zertifikategeschäft

Die Subprime-Krise erfasst auch Zertifikate: Einzig Hebelprodukte wie Optionsscheine verzeichnen steigendes Interesse. Gerade die sind nämlich in Krisenzeiten besonders attraktiv und versprechen hohe Gewinne.

FRANKFURT.An den deutschen Börsen sind im August Derivate im Volumen von 18,2 Mrd. Euro gehandelt worden. Gegenüber Juli ist das ein Minus von 0,19 Mrd. Euro, gegenüber dem Vorjahresmonat ein Wachstum von 93 Prozent. Insgesamt waren Ende August 233 000 Derivate börsennotiert.

Hinter den nüchternen Zahlen verbirgt sich eine interessante Marktentwicklung. Erstmals seit Mai 2006 überstiegen nach Angaben des Branchenverbandes DDI die Börsenumsätze der spekulativeren Hebelprodukten - das sind Optionsscheine, Turbo- und Knock-Out-Papiere - mit 9,6 Mrd. Euro (plus sieben Prozent zum Juli) die der auf Privatanleger zugeschnittenen Zertifikate. Diese fielen um knapp zehn Prozent auf 8,54 Mrd. Euro, die Umsätze mit Bonuszertifikaten brachen um 20 Prozent ein.

DDI-Geschäftsführer Dieter Lendle führt die Umsatz-Verschiebung auf die jüngsten Marktturbulenzen zurück. Das Umfeld sei ideal für Hebelprodukte, da sie in volatilen Zeiten hohe Gewinne ermöglichten. Sobald sich die Märkte beruhigen, erwartet er eine Rückkehr der Privatanleger und eine Normalisierung der Marktanteile.

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